Formel 1 in Spa: Monza besser für Startplatzstrafen gegen Lewis Hamilton?

Mercedes-Teamchef Toto Wolff bereut die Entscheidung nicht, Belgien für die Startplatzstrafen gegen Lewis Hamilton gewählt zu haben, meint aber Spa sei rückblickend vielleicht nicht der beste Ort dafür.

"Irgendwann mussten wir sie nehmen. Wenn man sich die Abstände ansieht, ist es für ihn aber wahrscheinlich sehr schwierig, weit nach vorne zu kommen", sagte der Österreicher. "Wenn wir das gewusst hätten, was nicht der Fall war, dann wäre vielleicht Monza die bessere Wahl gewesen."

Hamilton wird aus der letzten Reihe in den Grand Prix von Belgien starten, nachdem er aufgrund von drei Motorwechseln eine Startplatzstrafe von 55 Positionen bekommen hat. Allerdings hat er nun für den Rest der Saison drei neue Motoren zur Verfügung, die er ohne weitere Strafe nutzen kann.

Wenn alles so gekommen wäre wie vorhergesagt, wäre Spa der richtige Ort gewesen, um die Strafen so bald wie möglich hinter sich zu bringen, betonte Wolff. "Wenn es im Rennen aber heiß ist, wird es sehr schwer für ihn, auf eine vernünftige Position zu kommen."

Zu allem Übel habe Mercedes auch Probleme mit dem Supersoft-Reifen, gab Wolff zu. "Wir scheinen mehr mit Blasenbildung und Überhitzung zu kämpfen haben als andere Teams. Daher haben wir auch nicht den normalen Zeitunterschied von einer Sekunde zwischen dem Soft und dem Supersoft, weil der einfach einbricht."

Für die Probleme bei Mercedes gebe es nicht nur einen einzigen Grund, erklärte Wolff. "Das ist immer eine Kombination aus verschiedenen Faktoren."

"Der Asphalt ist sehr rau und sehr "steinig". Dadurch nutzen sich die Reifen mehr ab. Es ist ein kleiner Teufelskreis, denn mit je mehr Abtrieb man fährt, desto mehr nutzen sich die Reifen ab", sagte er. "Es gab Rennen, bei denen wir davon profitiert haben, wie in Baku."

"Wenn die Chancen aber gegen uns stehen, der besondere Asphalt, die Hitze, schnelle Kurven und die Supersoft-Reifen, dann kommt so etwas heraus wie heute", zählte er auf. "Wenn man aber den gesamten Kalender anschaut, wird man nie bei allen 21 Rennen perfekte Bedingungen haben. Es ist immer ein Kompromiss und ein Versuch, das Bestmögliche herauszuholen. Vielleicht müssen wir einfach damit leben."

Mit Informationen von Adam Cooper

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Veranstaltung GP Belgien
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