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Hilfe in Coronazeiten: Mercedes baut Beatmungsgeräte in Rekordzeit

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Hilfe in Coronazeiten: Mercedes baut Beatmungsgeräte in Rekordzeit
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30.03.2020, 09:18

Beim "Project Pitlane" helfen sieben Formel-1-Teams im Kampf gegen Corona: Mercedes erzielt erste Erfolge und entwickelt Beatmungsgerät in nur vier Tagen

In Zeiten der Coronakrise ist jede Hilfe gerne gesehen, und die Formel 1 bildet da keine Ausnahme. Weil die Motorsport-Welt derzeit ohnehin stillsteht, nutzen viele Formel-1-Teams ihre freien Kapazitäten, um ihre Hilfe anzubieten. Unter dem Label "Project Pitlane" bündeln die sieben in Großbritannien ansäßigen Formel-1-Teams ihre Ressourcen, um im Kampf gegen Corona zu helfen.

Mercedes, Red Bull, McLaren, Renault, Williams, Racing Point und Haas - und ihre jeweiligen Technologie-Abteilungen - greifen der Regierung in ihrem Land unter die Arme und produzieren etwa dringend benötigtes medizinisches Equipment wie Beatmungsmaschinen oder entsprechende Teile dafür, die vielen an COVID-19 erkrankten Patienten das Leben retten könnten.

Wie das Team verrät, hat Mercedes zusammen mit Wissenschaftlern des University College London in nur vier Tagen das erste Gerät für die CPAP-Beatmung produziert, von denen 100 Stück nun in eine Klinik in Nordlondon gehen sollen. Diese Geräte verhindern, dass Patienten auf die Intensivstation müssen und dort wichtige Betten belegen.

Noch in dieser Woche sollen klinische Tests mit den Geräten durchgeführt werden, sodass sie bereits am Ende der Woche in allen Landesteilen einsatzbereit sein könnten. Die Gesundheitsbehörden haben bereits Grünes Licht für einen Einsatz gegeben.

Beatmungsgerät

Die Geräte sollen schon in Kürze in großer Stückzahl produziert werden

Foto: UCL

Mercedes hat dafür eine existierende CPAP-Maschine dekonstruiert und verbessert. Es heißt, dass das Team die Kapazitäten hätte, um 300 Stück am Tag zu produzieren. Wenn andere Teams ebenfalls mitmachen, könnte man mit einer Woche Vorlaufzeit 1.000 Stück am Tag produzieren, glaubt man.

"Wir sind dankbar, dass wir einen Prozess, der Jahre dauern könnte, auf ein paar wenige Tage reduzieren konnten", sagt Tim Baker, Engineering-Experte am University College. "Wir hatten das Privileg, dass wir auf die Möglichkeiten der Formel 1 zurückgreifen konnten."

Die Zusammenarbeit der Formel-1-Teams kommt gut an: "Es ist großartig, dass Mercedes und andere Formel-1-Teams in diesen schwierigen Zeiten auf die Rufe hören", lobt Weltmeister Lewis Hamilton und bescheinigt allen eine "großartige Arbeit", wie er auf Twitter schreibt.

Das neue "Project Pitlane" fokussiert sich laut der Formel 1 auf drei Kernbereiche: Bestehende medizinische Geräte zurückentwickeln, bei der Produktion von Beatmungsgeräten helfen und schnell neue Geräte für die Zertifizierung designen und aufbauen.

Technologie für Beatmung

Die Behörden haben bereits Grünes Licht für die Technologie gegeben

Foto: Mercedes F1 Team

Es heißt, dass sich neben den Teams auch die Formel 1 selbst mit Pat Symonds und seinem Technischen Team am Projekt beteiligt.

Aktuell gibt es in Großbritannien bereits mehr als 17.000 bestätigte Coronafälle, mehr als 1.000 Menschen sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (Stand: 30. März) bereits verstorben. In Deutschland meldet das Robert-Koch-Institut aktuell mehr als 57.000 Fälle bei mehr als 450 Verstorbenen.

Mit Bildmaterial von UCL.

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Autor Norman Fischer