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Hülkenberg konstatiert: Renault seit Wintertests zurückgefallen

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Hülkenberg konstatiert: Renault seit Wintertests zurückgefallen
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12.05.2019, 21:34

Nullrunde für das Renault-Team: Während Daniel Ricciardo möglichen Punkten hinterhertrauert, sieht Nico Hülkenberg seinen Rennstall im Rückwärtsgang

Im vierten Jahr seit dem werksseitigen Comeback dürfte sich Renault deutlich mehr vorgestellt haben als das Resultat beim Großen Preis von Spanien 2019: Die Plätze zwölf und 13 für Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg waren kein zufriedenstellendes Resultat für die Equipe aus Enstone.

Hülkenberg, der nach dem Unfall im Qualifying aus der Boxengasse nachstartete, zeigte eine mit einer Alternativstrategie (Erst Medium, dann Soft) eine Aufholjagd, die ihn bis hinter den Teamkollegen brachte.

Dennoch ist das Team, das 2019 eigentlich die Lücke zu den drei Topteams schließen und aus dem Mittelfeld ausbrechen wollte, wieder tief ins dieses zurückgefallen. "Wahrscheinlich schon", antwortet Hülkenberg auf die Frage, ob Renault seit den Wintertestfahrten einen Rückschritt im Vergleich zur Konkurrenz gemacht habe.

 

"Natürlich ist es bei Testfahrten immer schwer zu sagen, weil man nie wirklich weiß, was die verschiedenen Teams so machen und wie viel Sprit sie dabei haben. Da gibt es immer diese Variablen wie Motorprogramme. Aber was wir mit Sicherheit als Fakt festhalten können, ist, dass wir dieses Wochenende nicht genug hatten, um unsere Ansprüche und Ziele zu erfüllen."

Hülkenberg klagt über Probleme mit der Balance, die es ihm nicht erlauben, das Maximum aus dem Auto zu holen. "Es ist unser altes Problem, deshalb sind unsere Rundenzeiten nicht gut genug", hält er fest.

Den Druck auf Enstone möchte er trotzdem nicht erhöhen: "Wir haben hohe Erwartungen, aber dürfen unser Personal nicht überfrachten. Manchmal muss man einen Schritt zurück machen, einmal tief durchatmen und die Leute ihre Arbeit machen lassen. Alle immer nur unter Druck zu setzen, hilft nicht immer."

Riccardo mit zu viel Flügel unterwegs

Daniel Ricciardo hatte mit Startplatz 13 (inklusive dreier Strafplätze für sein missglücktes Ausparkmanöver in Baku) etwas bessere Voraussetzungen, aber in die Punkte kam auch der Australier nicht. "Wir haben hier vier mögliche Punkte verpasst", ärgert er sich im Ziel. Er kam in einer Kampfgruppe an, die sich von Platz neun (Daniil Kwjat) bis Rang 14 (Kimi Räikkönen) zog.

 

"Der Knackpunkt war, dass ich wieder hinter Carlos Sainz zurückgefallen bin", ärgert er sich. "Ich hing den ganzen ersten Stint hinter ihm, aber in der letzten Runde vor dem Stopp konnte ich ihn überholen. Wir haben beide gestoppt; ich bin auf Hart gegangen, er auf Medium und dann hat er mich auf der Outlap erwischt."

Von da an fuhr Sainz noch bis auf Platz acht nach vorn, während Ricciardo in der Kampfgruppe hängen blieb. Eine Hypothese liefert er gleich mit: "Wir sind wohl etwas zu viel Flügel gefahren. Ich hatte sehr zu kämpfen, an ihn heranzukommen. Selbst mit DRS bin ich nicht in Schlagdistanz gekommen. Er hat mich mit ziemlicher Leichtigkeit abgefangen."

Während er selbst leer ausging, holte Max Verstappen für Ricciardos Ex-Team Red Bull einen Podiumsplatz. Der 29-Jährige ist allerdings nicht neidisch: "Wir sind hier vergangenes Jahr ebenfalls Dritte geworden, das ist also nichts Neues."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Heiko Stritzke