Lewis Hamilton hätte diese Entwicklung in der Formel-1-WM 2016 „nicht erwartet“

Dass er nach einem sehr holprigen Saisonbeginn zwei Siege in Folge feiert und Teamkollege Nico Rosberg Probleme hat, das hätte Lewis Hamilton nicht erwartet.

Seit dem Crash beim Grand Prix von Spanien und dem Doppelausfall beider Mercedes ist Nico Rosbergs Vorsprung in der Fahrerwertung erheblich geschrumpft. Nach den zwei Siegen von Hamilton in Monaco und Montreal, wo Rosberg nur als Siebter und Fünfter ins Ziel kam, sind von den 42 Punkten nur noch neun übriggeblieben.

„Das hätte ich nie vorausgesehen. Wenn ich hätte wetten sollen, wäre ich ein Narr gewesen, das jemals vorhersagen zu wollen“, sagte Hamilton. „Ich dachte, Monaco sei, was den Positionsunterschied [zu Rosberg] betrifft, eine einmalige Sache gewesen, das Rennen war aber kein Zufall, es war ein großartiges, starkes Rennen.“

„Heute hat dann einfach alles gepasst. Ich habe das Rennen noch nicht gesehen und wie stark Nico da hinten war, aber der Start war natürlich unglücklich. Das ist natürlich zum Kotzen, denn wir sind als Erster und Zweiter gestartet und als Erster und Fünfter ins Ziel gekommen. Ich weiß, wie hart alle in der Fabrik arbeiten, damit wir auf den Plätzen eins und zwei ins Ziel kommen und daher ist das auch unser Ziel.“

 

„Es fühlt sich nicht gut an, wenn wir nicht Erster und Zweiter werden, besonders, wenn man daran denkt, wie oft das schon der Fall war und wir beide vor der Garage gefeiert haben. Auf der anderen Seite ist es positiv, wenn man die Punkte betrachtet. Nico wird weiter angreifen und ich muss weiter angreifen.“

„Es gibt noch Dinge, die wir verbessern können, wie zum Beispiel den Start. Wenn wir das geschafft haben, werden wir hoffentlich wieder so stark sein, wie wir es immer wollen.“

Trotz der Erfolge ich den vergangenen zwei Rennen glaubt Hamilton nicht, dass sich das Blatt schon dauerhaft zu seinen Gunsten gewendet hat.

„Ich bin vielem gegenüber blind. Vielleicht habe ich bisher noch nicht genug darüber nachgedacht. Ich bin mir aber bewusst, dass es noch ein sehr langer Weg ist. Über meinen Speed und das, was ich im Auto tun kann, gab es nie einen Zweifel. Natürlich weiß man nie, was als nächstes passiert, es gab ein Problem nach dem anderen.“

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Daher habe er nicht erwartet, dass sich das Blatt in Monaco wende, meinte der 32-Jährige. Später in der Saison könnte es aber passieren, dass er noch die eine oder andere Strafversetzung in der Startaufstellung wird in Kauf nehmen müssen und das weiß er auch.

„Ich habe weniger Motoren und weiß, dass ich nach der Sommerpause wahrscheinlich einen sechsten Motor einsetzen muss. Dann werde ich irgendwann als Letzter starten müssen.“ Er versuche jedoch, das nach Möglichkeit zu vermeiden, betonte Hamilton.

„Wenn wir viel Glück haben und ich den Motor schone – ich glaube, das habe ich heute sehr gut getan – werden wir das nicht tun müssen. Wir werden sehen.“

 

Die beiden Siege hätten auch seinem Team großen Auftrieb gegeben: „Man konnte fühlen, dass sie in den ersten fünf Rennen oder so etwas down waren. Sie jetzt zu sehen, fühlt sich großartig an. Dafür arbeiten sie und diese Siege sind ihr Leben. Sie sind unser Leben. Davon träumen wir in der Nacht, dass wir so einen Tag haben. Wenn wir alle unseren Job perfekt machen, ist das die Sahne auf dem Kuchen, wenn man gewinnt.“

Auf die Frage, ob Rosberg nun verunsichert sei, sagte Hamilton: „Wieso sollte er verunsichert sein? Ich finde, er ist das ganze Wochenende wirklich gut gefahren. Ich könnte das ehrlich nicht sagen. Ich glaube, er greift weiter an. Ich denke, das wir wieder sauberere Wochenenden haben werden. Auch wenn dieses Wochenende mit dem Start nicht 100% war und wir das Ergebnis bekommen haben, das wir haben. Ich glaube, auf unserer Seite der Garage fangen wir an, echte Stärke zu zeigen und auch die entsprechenden Resultate zu bekommen, was für alle auf meiner Seite wirklich sehr aufbauend ist.“

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