Piastri: Chance auf F1-Cockpit 2022 bei Alfa von Anfang an "sehr gering"

Oscar Piastri erklärt, dass er nur eine "sehr geringe Chance" auf einen Formel-1-Platz bei Alfa Romeo für 2022 hatte - Zudem wollte er Alpine gegenüber loyal bleiben

Piastri: Chance auf F1-Cockpit 2022 bei Alfa von Anfang an "sehr gering"

Alpine gab vergangene Woche bekannt, dass der Führende der Formel-2-Meisterschaft, Oscar Piastri, in der nächsten Saison als Vollzeit-Reservefahrer eingesetzt wird, während sein Titelrivale Guanyu Zhou den letzten freien Platz in der Formel-1-Startaufstellung bei Alfa Romeo ergattern konnte.

Auch Piastri, der mit 36 Punkten Vorsprung auf Zhou an der Spitze der Formel-2-Wertung liegt, wurde mit dem Platz bei Alfa Romeo in Verbindung gebracht, erklärte aber, dass er persönlich keine Gespräche mit dem Team geführt habe.

"Ich weiß nicht, ob mein Management das getan hat oder nicht, um ehrlich zu sein. Ich persönlich hatte keine Gespräche mit irgendjemandem bei Alfa", sagt der 20-Jährige und räumt ein: "Ich wusste von Anfang an, dass es eine sehr geringe Chance war, also ja, ich war nie wirklich zuversichtlich, dass das passieren würde."

Formel-2-Rookie wollte Alpine treu bleiben

Zhou wird nach drei Jahren in der Formel 2 in die Königsklasse aufsteigen und dort Teamkollege von Valtteri Bottas bei Alfa Romeo werden. Piastri rechnet hingegen mit einem Jahr ganz ohne Rennen, denn eine Rückkehr in die Formel 2 nach seiner Rookie-Saison hat der junge Australier ausgeschlossen.

Alpine hat ein "umfangreiches" Testprogramm für seinen Reservefahrer geplant, der in der kommenden Saison sehr wahrscheinlich an einigen Freien Trainings teilnehmen wird. Er selbst sagt, dass er zwar "gerne in der Formel-1-Startaufstellung gestanden hätte", aber froh sei, in der Alpine-Familie zu bleiben.

"Realistisch gesehen war es, wie ich schon sagte, immer eine komplizierte Angelegenheit", erklärt Piastri. "Selbst wenn es dazu gekommen wäre (als Stammpilot aufzusteigen), weiß ich nicht, wie gut oder wie einfach es gewesen wäre, das zu regeln."

"Natürlich war Alpine in den vergangenen zwei Jahren sehr gut zu mir und hat viel zu meinem Werdegang beigetragen, und ich wollte ihnen gegenüber loyal bleiben", betont er.

Piastri: "Nicht enttäuscht über das Ergebnis"

"Wenn der Platz bei Alfa eine realistischere Chance gewesen wäre, wer weiß, ob die Verbindungen hätten bestehen bleiben können oder nicht. Es wäre schwierig gewesen, das überhaupt zu klären. Natürlich wäre ich gerne in der Startaufstellung gewesen, aber ich bin sicher nicht enttäuscht über das Ergebnis."

Mit dem Wechsel von Zhou zu Alfa Romeo bleibt Piastri das ranghöchste Mitglied der Alpine-Akademie, was er als positive Nachricht für seine zukünftigen Formel-1-Aussichten ansah. Schließlich arbeitet der Australier auf seinen Aufstieg 2023 hin.

"In einem großen Team wie Alpine, das offensichtlich auch ein Hersteller ist, würde ich gerne hoffen, dass die finanzielle Seite kein so großer Faktor ist", sagt er. "Für die Zukunft weiß ich nicht, inwieweit das eine Rolle gespielt hätte. Aber ich denke, es ist in gewisser Weise gut, dass Zhou so ein wenig aus dem Spiel ist."

Mit Bildmaterial von Alpine.

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