Le Mans 2018: Reifenwechsel bei Tankstopps sollen erlaubt werden

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Le Mans 2018: Reifenwechsel bei Tankstopps sollen erlaubt werden
Autor: André Wiegold
Co-Autor: Gary Watkins
22.11.2017, 11:03

Um mehr Dramatik bei Boxenstopps zu genieren, sollen Reifenwechsel bei Tankstopps sowohl in Le Mans als auch in der WEC erlaubt werden

#64 Corvette Racing Corvette C7.R: Oliver Gavin, Tommy Milner, Marcel Fassler
#71 AF Corse Ferrari 488 GTE: Davide Rigon, Sam Bird, Miguel Molina
#28 TDS Racing Oreca 07 Gibson: François Perrodo, Matthieu Vaxiviere, Emmanuel Collard
#2 Porsche Team Porsche 919 Hybrid: Timo Bernhard, Earl Bamber, Brendon Hartley
#8 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050 Hybrid: Anthony Davidson, Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima
#31 Vaillante Rebellion Racing Oreca 07 Gibson: Julien Canal, Bruno Senna, Nicolas Prost
Porsche-Teammitglieder, bei Ausfall des #1 Autos
#63 Corvette Racing Corvette C7.R: Jan Magnussen, Antonio Garcia, Jordan Taylor

In der kommenden Saison der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) sollen beim Tankstopp Reifenwechsel erlaubt werden. Die Regelung soll auch für die 24 Stunden von Le Mans gelten. Mit der neuen Regel wollen die Organisatoren mehr Spannung und Dramatik im Rennen generieren. Die Teams stehen hinter der potenziellen Regeländerung.

Seit 1994 war ein Reifenwechsel während eines Tankstopps verboten. Mit der Regeländerung würde sich die WEC auch dem Regelbuch der nordamerikanischen IMSA annähern. Bisher halten sich die Regelmacher bezüglich der Änderung aber bedeckt. Es ist jedoch klar, dass die Motivation darin besteht, die Boxenstopps schneller und spannender zu machen.

Der Autmobile Club de l‘Ouest (ACO) hat im Jahr 2009 beschlossen, nur zwei Mechaniker bei einem Reifenwechsel zuzulassen. So sollten die Boxenstopps verlangsamt werden, um die Teams zu weniger Reifenwechsel zu zwingen. Aufgrund der Limitierung der Reifen in der LMP1- und GTE-Pro-Klasse auf sechseinhalb Sätze in einem 6-Stunden-Rennen ist die Regel nun aber unnötig.

Die wahrscheinliche Regeländerung wird auch von den Teams der WEC unterstützt. Jota-Sport-Chef Sam Hignett, dessen Team den LMP2-ORECA von Jackie Chan DC Racing einsetzt, sagt gegenüber 'Motorsport-Total.com': "Wir haben uns für die Änderung eingesetzt, weil so die Boxenstopps viel spannender werden." Außerdem würde so auch die Sicherheit bei den Stopps erhöht werden, da es unkompliziert sei, die Reifen während des Tankstopps zu wechseln, fügt er hinzu. Das Tanken des Autos würde viel Zeit benötigen, weshalb die Teams beim Reifenwechsel keinen Zeitdruck hätten. "Das aktuelle Format birgt einige Gefahren, vor allem für das Team", so Hignett. "Einige Mechaniker haben sich beispielsweise Muskelzerrungen zugezogen."

Bildergalerie: Die 24 Stunden von Le Mans 2017

John Gaw von Aston Martin Racing stellt hingegen in Frage, ob die neue Regel die Stopps sicherer machen würde. Er ist jedoch der Meinung, dass die Teams aufhören würden, in Ausrüstung zu investieren, die die Geschwindigkeit der Boxenstopps erhöht.

Ob der Reifenwechsel bei Tankstopps in der WEC und in Le Mans erlaubt wird, wird in der kommenden Besprechung des Automobil-Weltverbandes (FIA) am 6. Dezember diskutiert. Es gibt außerdem noch viele weitere Ideen und Anträge, die an diesem Tag besprochen werden.

 

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Rennserie 24h Le Mans
Autor André Wiegold
Artikelsorte News