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MotoGP-"Rentner" Jorge Lorenzo: "Ich konnte zu Honda nicht Nein sagen"

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MotoGP-"Rentner" Jorge Lorenzo: "Ich konnte zu Honda nicht Nein sagen"
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22.11.2019, 15:09

Zwei Weltmeister im Gespräch: Gemeinsam mit Alex Criville lässt Jorge Lorenzo seine Rennsport-Karriere Revue passieren - Von den Anfängen bis zum Wechsel zu Honda

Noch bevor Jorge Lorenzo seine MotoGP-Karriere in Valencia an den Nagel hängte, kam es zwischen ihm und seinem spanischen Landsmann Alex Criville zu einem ganz besonderen Aufeinandertreffen. Anlässlich der 25-jährigen Partnerschaft von Repsol und Honda unternahmen beide eine Spritztour und blickten auf ihre Karrieren zurück.

Criville, der 1999 als erster Spanier einen Titel in der Königsklasse gewann, erinnert sich: "Es war hart für mich, als ich zu Honda kam. Denn die Amerikaner und Australier waren 0,7 oder 0,8 Sekunden schneller als ich. Wie Schwantz, Rainey, Doohan, Gardner... Und dann, mit der Zeit, wurde mir klar, dass auch ein spanischer Fahrer gewinnen kann."

Während Criville alle seine Siege in der Königsklasse mit Honda feierte, sechs davon in seiner Titelsaison, war Lorenzo dieser Erfolg nicht vergönnt. Nach 44 Siegen mit Yamaha und drei Siegen mit Ducati gelang ihm in seiner letzten MotoGP-Saison noch nicht einmal ein Top-10-Platz. Auch deshalb trat er, von Verletzungen gebeutelt, den Rückzug an.

 

Im Gespräch mit Criville aber betont Lorenzo: "Als mir die Möglichkeit gegeben wurde, zu Honda zu gehen, konnte ich nicht Nein sagen. Bei Honda zu sein, ist, wie für Real Madrid oder Barcelona zu spielen, wenn man es mit Fußball vergleicht. Es ist das Team, das die meisten Titel gewonnen hat." Einen durfte Lorenzo auch noch mitfeiern.

Beim Saisonfinale in Valencia jubelte er gemeinsam mit Marc Marquez und Honda über den Sieg in der Teamwertung und damit die Triple Crown. Denn auch Fahrer- und Herstellertitel gingen auf das Konto von Honda. Insofern war es ein versöhnlicher Abschluss für Lorenzo, der mit Criville auch auf seine jüngsten Anfänge zurückblickt.

"Ich habe meinen Führerschein relativ spät gemacht. Ich war 23. Damals kaufte ich mir mein erstes Motorrad. Ich fuhr nur ein- oder zweimal damit", verrät der heute 32-Jährige. "Aber ich fing schon im Alter von drei Jahren an, mit einem Motorrad zu fahren, das mein Vater gebaut hatte. Meine ersten Wettkämpfe hatte ich dann mit fünf."

Lorenzo erinnert sich: "Als ich mit 15 an meiner ersten Weltmeisterschaft teilnahm, hatte ich nicht besonders viel Erfahrung. Vielleicht 20 Prozent der Erfahrung, die ich jetzt habe. Ich war unbedarft, fuhr nach meinem Instinkt und ohne nachzudenken. Jetzt weiß ich, wann ich meinem Instinkt und wann ich meinem Kopf folgen sollte."

In diesem Bewusstsein hat er gewiss auch die Entscheidung über seinen Rücktritt gefällt. Auch wenn er sich jetzt eine Auszeit auf Bali gönnt, wird es in absehbarer Zeit ein Wiedersehen geben. Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta kündigte bereits an, dass Lorenzo bei seinem Heim-Grand-Prix in Jerez nächstes Jahr zur MotoGP-Legende ernannt werden soll.

Mit Bildmaterial von Repsol Media.

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Rennserie MotoGP
Autor Juliane Ziegengeist