NASCAR-Regeländerung: Fokus auf Sicherheit statt Armlänge

NASCAR hat auf die Kritik der Akteure reagiert und die Regeln bei Boxenstopps angepasst - Die Armlänge spielt jetzt nur noch eine untergeordnete Rolle

NASCAR-Regeländerung: Fokus auf Sicherheit statt Armlänge

Die Regel für unkontrollierte Reifen bei Boxenstopp hat in den vergangenen Saisons immer wieder NASCAR-Fans, -Teams und -Fahrer auf die Palme gebracht. Bis zum Rennen in Loudon galt ein Reifen bei einem Boxenstopp als "außer Kontrolle", wenn er mehr als eine Armlänge vom Mechaniker weg war - eine sehr ungenaue Maßeinheit.

Damit ist ab sofort Schluss: NASCAR hat auf die Kritik mehr dazu in der NASCAR-Kolumne reagiert und den Regeltext angepasst. Die Regeländerung wird ab sofort angewendet und bereits in Pocono gültig sein. Statt der Armlänge steht jetzt die Sicherheit im Vordergrund. Außerdem wird ein Fahrer bestraft, wenn ein unkontrollierter Reifen Einfluss auf das Rennen eines Kontrahenten nimmt.

Die neuen Regeln besagen, dass Reifen nicht geworfen, aber zur Boxenmauer gerollt werden dürfen. Dabei darf es aber nicht zu einem Sicherheitsrisiko oder einen Einfluss auf einen Konkurrenten kommen. Sollte ein Vergehen vorliegen, muss ein Fahrer unter grün eine Durchfahrtsstrafe ableisten, während er unter gelb von ganz hinten neu in das Rennen starten muss.

Außerdem darf ein Fahrer erst dann losfahren, wenn der Reifen in sicherer Art und Weise zur Boxenmauer gebracht wurde. Das Kriterium der Armlänge spielt bei der zukünftigen Bewertung der Stopps nur noch eine untergeordnete Rolle. Abgeschafft wurde das Kriterium aber nicht.

Ab sofort gibt es eine weitere Verpflichtung: die äußeren Reifen müssen bei einem Vier-Reifen-Stopp als erstes gewechselt werden. Das ist gerade auf Rundkursen wie Watkins Glen wichtig, wo die Box auf der anderen Seite im Vergleich zu Ovalen liegt.

Sollte ein Team zuerst die inneren Reifen wechseln, wird NASCAR eine Strafe verhängen. Bei diesem Vergehen kommen dieselben Sanktionen zum Einsatz, wie bei einem unkontrollierten Reifen in der Box. So soll verhindert werden, dass die Boxenmannschaften einen anderen Fahrer beim Herausfahren aus der Box behindert.

Mit Bildmaterial von LAT.

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