Jacques Villeneuve plant NASCAR-Comeback in Daytona

Mit dem neuen Team Wingut Racing will Jacques Villeneuve schon in Daytona beim Saisonauftakt der Xfinity-Serie an den Start gehen – Der Kanadier spricht über seine Pläne.

Im Anschluss an die Bekanntgabe, dass Jacques Villeneuve in dieser Saison wieder in der zweiten NASCAR-Liga, der Xfinity-Serie, an den Start gehen wird, erläutert der 44-jährige Kanadier im Gespräch mit Motorsport.com die Details. So will er beim Xfinity-Saisonauftakt am 20. Februar in Daytona sein erstes Rennen im Ford Mustang mit der Startnummer 27 von Wingut Racing bestreiten.

Der Deal mit dem in der NASCAR-Szene neuen Team ist kein Vollzeitprogramm, doch Villeneuve sagt: „Unser Ziel ist es, in Daytona dabei zu sein. Ich gebe zu, dass das schwierig wird. Momentan versuchen wir, einen guten Crewchief zu finden – einen, mit dem ich in der Vergangenheit schon zusammengearbeitet habe. Das Problem ist, dass alle für sehr gute Teams arbeiten und es schwierig wird, einen von ihnen anzulocken.“

Über das neue Team Wingut Racing sagt Villeneuve: „Es ist ein brandneues Team. Viel weiß ich leider selbst nicht darüber. Es ist komplett neu und somit kann ich leider nicht viele Informationen geben. Wir führten im Dezember, als ich noch in der Formel E fuhr, erste Gespräche. Mir wurde schnell klar, dass Fernsehen, Formel E und NASCAR nicht gleichzeitig funktionieren würden. Das wäre zu viel gewesen.“

Da seine Aufgaben als TV-Kommentator „Priorität genießen“, wie der Kanadier sagt, „entschied ich mich dazu, die Formel E zu verlassen und das NASCAR-Angebot anzunehmen. Ich denke, das Risiko ist es wert. Meine Absicht war es immer, in die NASCAR zurückzukehren“.

In der Xfinity-Serie (damals Nationwide-Serie) fuhr Villeneuve zuletzt im August 2012 in Montreal für das Team Penske. Seinen bislang letzten Start in der NASCAR-Topliga Sprint-Cup absolvierte im Juni 2013 in Sonoma für Phoenix Racing.

Auf sein neues Abenteuer in der Xfinity-Serie blickt der Sohn von Formel-1-Legende Gilles Villeneuve mit Respekt voraus: „Ich gebe zu, dass es anfangs ziemlich hektisch zugehen wird. Wir sind gerade dabei, alles aufzubauen, doch das Team hat Sponsoren und macht einen seriösen Eindruck. Ich musste den Wechsel einfach wagen. Ich hoffe einfach, dass es ein ernsthaftes Projekt ist. Im Rennsport kann aber alles passieren.“

Abschließend äußert sich Villeneuve zu seinen Plänen für das Jahr 2016: „Ich werde nicht die komplette Saison fahren. Das Fernsehen genießt für mich Priorität. Ich sehe dies aber als goldene Gelegenheit, in die NASCAR zurückzukehren und ein paar Rennen zu bestreiten. Wenn es klappt, großartig. Wenn nicht, bereue ich nichts.“

Das Gespräch führte René Fagnan

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