WSBK Most: Razgatlioglu treibt Rea im Superpole-Rennen in einen Fehler

Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu gewinnt das Sprintrennen - Jonathan Rea muss den Notausgang nutzen und wird nur Dritter - Marvin Fritz erneut vor Jonas Folger

WSBK Most: Razgatlioglu treibt Rea im Superpole-Rennen in einen Fehler

Yamaha-Werkspilot Toprak Razgatlioglu konnte sich beim WSBK-Event in Most auch im Sprintrennen durchsetzen. Razgatlioglu fuhr im Superpole-Rennen einem Start-Ziel-Sieg entgegen. Ducati-Werkspilot Scott Redding kam wie in Lauf eins als Zweiter ins Ziel. Kawasaki-Pilot Jonathan Rea wurde nach einem Fehler Dritter und feierte damit sein 200. Podium in der Superbike-WM.

Jonathan Rea, Toprak Razgatlioglu und Scott Redding bildeten im Sprintrennen über zehn Runden die erste Startreihe. Wildcard-Pilot Marvin Fritz (YART-Yamaha) stand auf Startplatz zwölf, Jonas Folger (Bonovo-BMW) ging von Position 21 ins Superpole-Rennen. Alle Fahrer verwendeten den weichen SCX-Reifen.

Toprak Razgatlioglu bog erneut als Führender in die erste Kurve. Scott Redding kam schlecht weg und reihte sich hinter Toprak Razgatlioglu, Jonathan Rea und Andrea Locatelli auf der vierten Position ein. Marvin Fritz und Jonas Folger hielten ihre Positionen beim Start.

Jonathan Rea kommt nicht an Toprak Razgatlioglu vorbei

Redding übernahm in Runde zwei beim Anbremsen die dritte Position und startete die Verfolgung von Razgatlioglu und Rea. An der Spitze lag Rea in Schlagdistanz zu Razgatlioglu. Redding hatte Mühe, das Führungsduo einzuholen.

Andrea Locatelli fuhr einsam auf der vierten Position Dahinter kämpften neun Fahrer um Platz fünf. In dieser Gruppe mischte auch Marvin Fritz mit. Landsmann Jonas Folger fuhr auf der 20. Position.

Rea fuhr in 1:31.996 Minuten die schnellste Rennrunde, fand aber keinen Weg vorbei. Razgatlioglu leistete sich keinen Fehler und führte das Rennen weiter an. Zu Beginn der achten Runde verschätzte sich Rea beim Anbremsen von Kurve 1 und musste den Notausgang nutzen, um einen Sturz zu vermeiden.

Vorentscheidung durch Fahrfehler von Rea

Razgatlioglus Vorsprung wuchs durch den Fehler von Rea auf über eine Sekunde an. Der Türke fuhr einem weiteren Sieg entgegen. "Es war ein sehr gutes Rennen für mich. Ich wollte konstante Rundenzeiten fahren. Ich spürte in jeder Kurve, dass Johnny hinter mir ist", berichtet Razgatlioglu. "Dann bekam ich mit, dass Johnny von der Linie abkam. Danach war ich entspannt."

 

 

Redding lag in der Schlussphase in Schlagdistanz zu Rea. Zu Beginn der letzten Runde übernahm Redding die zweite Position. Redding nutzte den Topspeed-Vorteil seiner Ducati und zog auf der Geraden vorbei.

Mit Platz zwei war Redding zufrieden: "Ich fühlte mich gut. Beim Start hatte ich mit der Haftung zu kämpfen und musste hart attackieren, um den Rückstand aufzuholen. Doch das ist im Sprintrennen sehr schwierig, weil das Rennen so kurz ist. Jonathan machte einen kleinen Fehler, durch den ich herankam. Aber ich war ohnehin schneller und hätte ihn in der letzten Runde eingeholt."

 

Rea konnte in der letzten Runde nicht kontern und beendete das Sprintrennen als Dritter. "Ich war komplett am Limit und holte alles aus unserem Motorrad heraus", kommentiert Rea. "Es hat Spaß gemacht, aber ich machte in Kurve 1 einen kleinen Fehler und musste weit gehen. Ich entschied mich, den Notausgang zu wählen. Ich verlor den Anschluss. Ich gratuliere Toprak und seinem Team."

BMW dank Tom Sykes in den Top 5, Jonas Folger erneut abgeschlagen

Platz vier ging an Andrea Locatelli, der ein einsames Rennen fuhr. Tom Sykes brachte BMW in die Top 5. Die finalen Punkte gingen an Garrett Gerloff (GRT-Yamaha), Alex Lowes (Kawasaki), Axel Bassani (Motocorsa-Ducati) und Alvaro Bautista (Honda).

Jonas Folger

Enttäuschend: Jonas Folger ließ nur zwei Fahrer hinter sich

Foto: Dominik Lack

Ducati-Werkspilot Michael Ruben Rinaldi ging als Zehnter leer aus. Und auch BMW-Werkspilot Michael van der Mark sammelte keine Punkte. Der Niederländer kam auf Position elf ins Ziel.

Wildcard-Starter Marvin Fritz (YART-Yamaha) wurde Zwölfter und entschied das Duell mit Landsmann Jonas Folger (Bonovo-BMW) deutlich für sich. Folger beendete das Sprintrennen mit über 30 Sekunden Rückstand auf Position 18.

Lauf zwei wird um 15:15 Uhr gestartet (zur TV-Übersicht).

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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