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WSBK Portimao: Rea vom Redding-Hype genervt, WM-Duell spitzt sich zu

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WSBK Portimao: Rea vom Redding-Hype genervt, WM-Duell spitzt sich zu
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Jonathan Rea verkürzt den Rückstand in der WM auf nur noch acht Punkte - Scott Redding traut sich mit besserer Abstimmung Sieg am Sonntag zu

Superbike-Weltmeister Jonathan Rea konnte am Samstag in Portimao 16 Punkte auf WM-Leader Scott Redding gutmachen. Rea dominierte Lauf eins (zum Rennbericht), während Redding als Siebter mit der Haftung und seiner Ducati zu kämpfen hatte. Nur noch acht Punkte trennen die beiden Briten (zum Gesamtstand).

Bereits beim Start legte Rea den Grundstein für den Sieg. Der Kawasaki-Pilot übernahm von der Pole-Position aus die Führung und setzte sich ab. "Mein Elektronikingenieur Davide hat sehr intensiv an unserer Strategie für den Start gearbeitet. Es ist eine riesige Verbesserung im Vergleich zu Ende 2019, wenn wir das Rennen ab der ersten Runde diktieren können. Das war der Plan heute. Ich wusste, dass ich zu Beginn sehr schnell sein muss", schildert Rea im Gespräch mit 'Motorsport.com'.

"Wir verwendeten den SC0-Reifen und verzichteten darauf, den SCX-Reifen zu verwenden", erklärt Rea, der auf das Risiko des weicheren Hinterreifens verzichtete. Es folgten 20 einsame Runden. Wie schwierig war es, motiviert und konzentriert zu bleiben?

Jonathan Rea

Jonathan Rea dominierte Lauf eins vom Start weg

Foto: Motorsport Images

"Mein Motorrad zeigt mir die Sektor-Zeiten an. Ich war im Tunnel und konzentrierte mich voll auf mich selbst. Ich sah den Vorsprung auf Toprak (Razgatlioglu) von Runde für Runde. Mein Mechaniker gab mir sehr gute Infos. Dadurch konnte ich mich auf mich konzentrieren. Das Gefühl ist unglaublich, wenn man sieht, dass der Vorsprung größer wird. Dann entspannt man sich ein bisschen und hält den Vorsprung", berichtet Rea.

Der Sieg sorgte nach dem durchwachsenen Wochenende in Jerez für Erleichterung. "Es schenkt mir Selbstvertrauen für Sonntag. Ich denke, wir können das Motorrad weiter verbessern", bemerkt der Brite.

Jonathan Rea vom Hype um Scott Redding genervt

An die WM möchte der Titelverteidiger noch nicht denken: "Wir haben erst das dritte Renn-Wochenende. Wir sollten deshalb noch nicht an die Punkte denken. Doch wir müssen profitieren, wenn sich die Chance bietet. Am Freitag drehte sich alles um Scott. Ich bekam nur Fragen über Scott. Scott hier, Scott da. In diesem Jahr gibt es aber sehr viele gute Fahrer."

Jonathan Rea

Die ständigen Fragen zu Scott Redding nerven den Weltmeister

Foto: Motorsport Images

"Ich erinnere mich an Alex (Lowes) auf Phillip Island, dann Scott in Jerez und mich hier. Hier waren die Yamahas ebenfalls schnell. Ich gehe davon aus, dass die Yamaha-Piloten auch noch ihre starken Tage haben werden. Es gibt so viele Fahrer", stellt Rea klar. "Es sollte sich also nicht nur um einen Fahrer drehen. Ich will gewinnen, wenn es möglich ist. Und wenn es nicht möglich ist, sollte ich nicht wie vergangene Woche Sechster werden."

Scott Redding kämpft in der zweiten Rennhälfte um jede Position

Scott Redding befand sich in Lauf eins bereits auf Podestkurs. Doch in der zweiten Rennhälfte bekam der Ducati-Pilot Probleme mit der Haftung. "Es war kein einfaches Rennen", kommentiert er. "Der Start war gut und ich befand mich auf Podestkurs. Ich fühlte mich nicht allzu wohl auf dem Motorrad. In der ersten Rennhälfte passte ich mich an, was mir gut gelang. Doch das Motorrad funktionierte wirklich nicht gut. Ich konnte nicht richtig verzögern und hatte keinen Grip in den beiden finalen Kurven."

Scott Redding

Scott Redding kämpfte mit der Haftung und verlor einige Positionen

Foto: Motorsport Images

"Ich wollte so viele Positionen retten wie möglich. Portimao ist kein Kurs, auf dem man mit seinem Motorrad kämpfen möchte. Doch manchmal ist es so. Wir werden für Sonntag ein paar Dinge ändern, damit ich aufs Podium fahren kann", gibt sich der WM-Führende selbstbewusst.

Doch was funktionierte nicht so gut an Reddings Ducati? "Die Probleme werden nicht von der Elektronik verursacht. Es geht um die Abstimmung der Maschine. Wir sind weit von dem entfernt, wo wir sein können. Ich mag den Kurs und kann hier schnell sein", erklärt Redding.

"Ich denke, dass ich hier gewinnen kann. Doch dafür müssen wir das Motorrad verbessern. Ich denke, dass ich schnell genug bin und in der Lage bin, auf diesem Kurs zu gewinnen. Doch ich brauche das passende Motorrad unter mir", stellt der ehemalige MotoGP-Pilot klar.

Die Erfolgsserie reißt in Portimao

Der siebte Platz ließ Reddings Podium-Serie in der Superbike-WM zu Ende gehen. Bisher hatte der WSBK-Rookie alle Rennen in den Top 3 beendet. "Das hat mich echt nicht begeistert, denn ich hatte eine Podium-Quote von 100 Prozent", ärgert sich der Ducati-Pilot.

"Doch es ist, was es ist. Das Motorrad lief nicht gut und das sah man im TV. Johnny hatte in Jerez ein schlechtes Rennen. Manchmal passiert das. Wenn ich mit einem schlechten Motorrad bis zur dritten Position komme, dann kann ich diese Position mit einem funktionierenden Motorrad sicher halten", so Redding.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Superbike-WM
Event Portimao
Subevent Rennen 1
Autor Sebastian Fränzschky