Supercars in Ipswich: Jamie Whincup verteidigt Führung mit zwei zweiten Plätzen

Jamie Whincup hat seinen Vorsprung in der Supercars-Gesamtwertung beim Rennwochenende in Ipswich mit zwei zweiten Plätzen weiter ausgebaut.

Der Rekordchampion der australischen Tourenwagen-Meisterschaft profitierte jedoch auch davon, dass seine direkten Konkurrenten um den Fahrertitel einmal mehr Federn ließen. Und so führt Holden-Pilot Whincup nun mit 1.821 Punkten recht komfortabel in der Tabelle.

Auf Platz zwei folgt sein Triple-Eight-Teamkollege Shane van Gisbergen (1.711 Punkte), der zwar das Samstagsrennen gewann, aufgrund eines Strategiefehlers am Sonntag aber nur auf Platz zwölf das Ziel sah.

Supercars-Titelverteidiger Mark Winterbottom, bester Ford-Fahrer im Klassement, folgt mit 1.701 Punkten auf Tabellenrang drei vor Craig Lowndes (1.671). Lowndes schlug nach seiner farblosen Vorstellung in Townsville mit einem Sieg und einem dritten Platz erfolgreich zurück.

Der fünfte Titelkandidat wiederum, Volvo-Pilot Scott McLaughlin, kommt nach den Positionen sechs und 15 nur auf 1.536 Punkte und hat damit bereits fast 300 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Whincup – bei maximal 300 Punkten pro Rennwochenende.

1. Rennen

Das erste Rennen am Queensland Raceway in Ipswich war eine Angelegenheit für die Triple-Eight-Piloten. Vor allem van Gisbergen setzte sich gut in Szene, stürmte noch in der Startrunde von Platz drei nach vorn und führte bis zu den Boxenstopps. Dank eines späten Reifenwechsels rang er seine Teamkollegen Whincup und Lowndes im Endspurt nieder und erzielte nach 38 Runden seinen bereits vierten Saisonsieg.

Whincup muss also weiter auf seinen 100. Supercars-Triumph warten, nachdem ihm van Gisbergen bereits in Townsville die Show gestohlen hatte. „Wir waren einfach nicht schnell genug“, meinte Whincup nach dem Rennen. Während van Gisbergens Taktik an der Box perfekt aufging. „Wir haben etwas versucht und es hat geklappt“, sagte er. „Am Ende hatte ich die besten Reifen und das Auto war fantastisch.“

Lowndes rundete den Dreifachsieg des Teams nach hinten ab, die beiden Ford-Piloten Winterbottom und Chaz Mostert klassierten sich auf den Positionen vier und fünf. Mit Rick Kelly (8.) und James Moffat (9.) fuhren auch Vertreter von Nissan und Volvo in die Top 10.

2. Rennen

Das mit 65 Runden längere Sonntagsrennen war eine klare Angelegenheit für Lowndes. Aus der ersten Reihe startend übernahm er bereits zu Beginn die Führung und behielt sie auch jeweils nach den Boxenstopps. „So ein gutes Auto hast du nicht immer“, sagte Lowndes. „Wichtig war, einen guten Start zu erwischen. Danach kontrollierte ich das Rennen. So einfache Rennen hat man selten.“

Hinter Lowndes ging es jedoch lebhaft zu: Whincup kämpfte sich nach der finalen Serie an Reifenwechseln von Position vier auf Rang zwei vor und ließ dabei Mostert und Nissan-Pilot Michael Caruso hinter sich. „Zwei zweite Plätze, das ist eine gute Ausbeute“, sagte Whincup. „Aber Craig war am Sonntag nicht zu packen.“

Winterbottom kam am Ende auf Rang fünf vor McLaughlin, van Gisbergen rettete sich noch auf Position zwölf. Nach einem Ausritt von Scott Pye hatte er auf eine Safety-Car-Phase spekuliert und war zum Boxenstopp abgebogen, musste dort aber erst warten, bis Teamkollege Whincup abgefertigt war. Dabei gingen wichtige Sekunden – und Punkte – verloren.

Pye hatte übrigens einen heftigen Trainingscrash am Samstagvormittag unverletzt überstanden. Sein Penske-Team reparierte so schnell, dass er beide Rennen bestreiten konnte.

Weiter geht’s mit den Supercars nach einer kurzen Pause erst Ende August in Sydney.

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Über diesen Artikel
Rennserien Supercars
Veranstaltung Ipswich
Rennstrecke Queensland Raceway
Fahrer Rick Kelly , Craig Lowndes , Jamie Whincup , Mark Winterbottom , Michael Caruso , Shane van Gisbergen , James Moffat , Scott Pye , Scott McLaughlin , Chaz Mostert
Artikelsorte Rennbericht
Tags ford, holden, ipswich, nissan, supercars, volvo