Yamaha zuversichtlich: Dakar-Pleite wird sich nicht wiederholen

2021 sah kein Yamaha-Werksfahrer das Dakar-Ziel - Man hat an der Zuverlässigkeit gearbeitet - Adrien van Beveren kommt als Vizeweltmeister nach Saudi-Arabien

Yamaha zuversichtlich: Dakar-Pleite wird sich nicht wiederholen

Yamaha hat die Rallye Dakar zum bisher letzten Mal im Jahr 1998 mit Stephane Peterhansel gewonnen. Zuletzt erlebte das Team einen herben Rückschlag. Im Januar 2021 schieden alle fünf Yamaha-Werksfahrer aus. Adrien van Beveren scheiterte damals im Laufe der finalen Etappe kurz vor dem Ziel. Alle Strapazen waren umsonst gewesen.

"Seit der vergangenen Dakar haben wir im Team alles hinterfragt", sagt van Beveren. "Wir haben über das Jahr die Zahl der Zuverlässigkeitstests erhöht. Auch ich habe versucht, meine Vorbereitung zu optimieren und bin sehr viel in Dubai, Kasachstan, Russland, Marokko und Abu Dhabi gefahren."

Seit 2017 hat van Beveren nicht mehr das Ziel bei der Rallye Dakar erreicht. Hoffnung schöpft Yamaha aus den Erfolgen in der Cross-Country-Weltmeisterschaft. Ross Branch gewann die Rallye Kasachstan vor Matthias Walkner (KTM) und van Beveren.

Bei der Abu Dhabi Desert-Challenge wurde van Beveren Zweiter. Der Franzose schloss die Saison als Vizeweltmeister hinter Walkner ab. In der Markenwertung wurde Yamaha hinter KTM Zweiter. Hinzuzufügen ist, dass Honda nur bei einer Rallye (Marokko) mit dem Werksteam dabei war.

 

 

"Die ganze Saison war großartig für mich", sagt van Beveren. "Ich hatte eine solide Strategie, war konstant und minimierte Fehler. Ich konnte den Plan perfekt ausführen und wurde am Ende Vizeweltmeister. Mit dem Team und mir war ich sehr zufrieden."

"Um unnötigen Druck zu vermeiden, gehe ich die Dakar wie ein weiteres Rennen und als Fortsetzung der Saison an. Natürlich ist es ein riesiges Rennen, auf das sich jeder fokussiert. Ich werde es Tag für Tag, Etappe für Etappe mit der gleichen Einstellung wie in der WM angehen."

Branch und Short wollen Zwischenfälle vermeiden

Neben van Beveren schickt Yamaha Ross Branch und Andrew Short nach Saudi-Arabien. In seiner Heimat Botswana hat sich Branch zu einem nationalen Sportidol entwickelt. Er ist übrigens auch Pilot für Passagiermaschinen und übt diese Arbeit weiterhin regelmäßig aus.

Branch untermauerte im Laufe der WM-Saison seinen Speed, aber es gab auch immer wieder unglückliche Zwischenfälle, die sich auf das Gesamtklassement auswirkten. "Mein Ziel lautet, jeden Tag zu beenden", nimmt sich Branch deshalb vor.

 

 

Short, der dritte Yamaha-Fahrer, steht vor seiner fünften Dakar und hat auch ein persönliches Ziel: "Jedes Jahr scheine ich zu Beginn des Rennens irgendein Problem zu haben. Deshalb liegt mein Fokus darauf, die erste Woche ohne große Probleme zu überstehen - dann habe ich Chancen."

Im Yamaha-Lager ist man zuversichtlich, dass die technischen Schwierigkeiten von vor zwölf Monaten der Vergangenheit angehören. "Im Hintergrund haben wir das Motorrad stark weiterentwickelt", sagt Alexandre Kowalski, Offroad-Manager bei Yamaha Europa.

Die Erfolge in der WM-Saison "haben klar gezeigt", dass sich Yamaha "in die richtige Richtung" entwickelt. "Aufgrund der Erfolge ist die Stimmung im Team sehr gut", freut sich Kowalski. "Das ist für so ein langes Rennen wie die Dakar sehr wichtig."

Mit Bildmaterial von Yamaha.

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