DTM: Wird 2019 die 300-km/h-Schallmauer durchbrochen?

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DTM: Wird 2019 die 300-km/h-Schallmauer durchbrochen?
Autor:
Co-Autor: Sven Haidinger
09.04.2019, 06:14

Warum Audi-Pilot Mike Rockenfeller trotz der neuen Turbos nicht mehr so sicher ist, dass die DTM 2019 die 300-km/h-Marke knackt, und wo er die größte Chancen sieht

Für die Fans wäre es ein spektakulärer Meilenstein: Seit bekannt ist, dass die DTM in diesem Jahr mit einem 600 Pferdestärken starken Turbomotor mit vier Zylindern an den Start geht, haben schon einige Teams und Fahrer die magische 300er-Marke in den Mund genommen. Nach den ersten Testfahrten rudert Audi-Pilot Mike Rockenfeller nun aber erst einmal zurück. "Laut dem, was ich jetzt so gehört habe, wird es knapp", sagt er vor dem finalen Test am Lausitzring vom 15. bis 18. April.

"Wir werden aber auf jeden Fall deutlich schneller sein", macht der DTM-Routinier Mut. Er glaubt allerdings, dass weder die gewohnten noch die neuen Hilfsmittel zum Meilenstein beitragen werden: "Was sind wir in der Vergangenheit mit DRS gefahren? 268? 270? Jetzt sind wir nicht weit weg von 300, aber ich glaube, die 3 wird nicht vorne stehen. Auch nicht mit DRS und Push-to-Pass."

Rockenfeller räumt ein, seine Ersteinschätzung nach den Roll-Outs der neuen DTM-Autos sei "ein bisschen zu optimistisch" gewesen. Dennoch kann er sich noch ein mögliches Szenario für die erwünschten 300 km/h vorstellen und verweist auf das gemeinsame Saisonfinale mit der Super-GT-Serie in Fuji: "In Fuji müsste es gehen. Da halte ich Wort. In Hockenheim? Ich glaube, es wird eng. Ich habe am Anfang aber wirklich daran geglaubt."

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Die neue DTM hat sich aerodynamisch von etwas Abtrieb und auf der Motorenseite von den V8-Motoren getrennt. Dieser Entwicklung müsse man laut Rockenfeller auch etwas Zeit geben.

"Am Anfang ist natürlich alles am Limit. Und dann fängst du an, die Kühlung zu optimieren, zu sehen, wo sind die Probleme, wo muss mehr gekühlt werden, wie lange musst du den Motor vielleicht laufen lassen, bis der Turbo runtergekühlt ist, und, und, und... Aber das ist ja kein Hexenwerk. Die Super GT fährt auch mit so einem Motor und sie bekommen es hin. Also werden wir es auch hinkriegen."

"Ich glaube, in ein, zwei Jahren sind wir da auch wieder weiter", schaut er voraus. "Ich habe jedenfalls keine Bedenken, dass wir jetzt Motorschäden am Band sehen werden. Aber klar, es ist natürlich alles in einem frühen Stadium."

Mit Bildmaterial von Audi.

 
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Rennserie DTM
Autor Rebecca Friese
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