Max Verstappen: Konkurrenz in der Formel-1-Saison 2017 unterschätzt

Laut Red-Bull-Racing-Pilot Max Verstappen hat sein Team die Konkurrenz in der Formel-1-Saison 2017 unterschätzt und daher keine Chance auf den Titel.

Während der junge Niederländer ist der Gesamtwertung nur auf Platz 6 liegt, hat sich sein Teamkollege Daniel Ricciardo auf Rang 4 festgesetzt. Verstappen verlor viele Punkte aufgrund von technischen Defekten, die ihn regelmäßig zur Aufgabe zwangen.

Auf die Frage von Auto Motor und Sport, wie die Stimmung im Team sei, antwortete er: "Gemischt. Die eine Seite der Garage ist natürlich glücklicher als die andere. Mit all den Schwierigkeiten, die es an meinem Auto gab. Aber allgemein wird die Stimmung im Team immer besser. Insbesondere wenn man es mit dem Saisonstart in Melbourne vergleicht. Das Auto wird schneller, wir immer konkurrenzfähiger."

Jedoch sieht Verstappen auch noch großes Verbesserungspotenzial. Es seien Kleinigkeiten, die am Fahrzeug noch optimiert werden müssten, so der Niederländer. Ein Grund für die Schwierigkeiten sei jedoch auch, dass Red Bull Racing oftmals mit weniger Abtrieb fahren müsse, um das Leistungsdefizit auszugleichen. Daher sei eine Analyse, was am Auto verbessert werden muss, sehr schwierig. Das Gefühl von Verstappen sagt jedoch, dass es an Anpressdruck und mechanischem Grip fehle.

Vor der Saison wurde Red Bull Racing von Experten weit vorne in der Weltmeisterschaft erwartet. Der Rennstall schaffte es aber nicht, die Erwartungen zu erfüllen. Verstappen ging auf Fehlersuche: "Ich denke, wir haben die Konkurrenz etwas unterschätzt. Dann hatten wir noch Korrelationsprobleme mit dem Windkanal. Jetzt müssen wir so gut es geht aufholen, um im nächsten Jahr dran zu sein."

Ob Red Bull Racing in der Formel-1-Saison 2018 wieder um den Titel kämpfen kann, steht in den Sternen. Verstappen gab sich aber kämpferisch: "Ich hoffe es. Es lässt sich allerdings schwer vorhersagen in der Formel 1. Ich kann nur so viel versprechen: Wir werden unser Bestes geben, um das bestmögliche Auto hinzustellen. Ich glaube an mein Team. Unsere Technikmannschaft ist dazu in der Lage. Aber wir brauchen das ganze Paket, um unsere hohen Ziele zu erreichen."

Verstappen glaubt an Renault

Renault hatte in dieser Saison sowohl mit der Haltbarkeit als auch mit der Leistung seiner Motoren einige Probleme.

Trotzdem glaubt Verstappen an den französischen Hersteller: "Sie arbeiten sehr hart daran, die technischen Gebrechen auszumerzen und mehr aus dem Paket zu holen. Ich bin aber nicht in die Entwicklung involviert. Ich bin immer mal wieder in Viry-Chatillon in der Motorenfabrik. Zuletzt vor 1 oder 2 Monaten. Aber das ist eben ein Tag. Ich kann nicht konstant dort sein, um auf die Entwicklung zu schauen."

Verstappen gibt aber zu: "Ich bin ehrlich und geradeaus. Ich lüge nicht. Das einzige, was ich will, ist ein Siegerauto."

Für das Jahr 2019 stehen die Zeichen bei Red Bull Racing auf einen Wechsel zu Honda. Der japanische Hersteller wird die Zusammenarbeit mit McLaren nach der aktuellen Saison beenden und im Jahr 2018 Toro Rosso mit Antrieben versorgen.

Auf die Frage, ob Verstappen an den Wechsel zu Honda glaubt, antwortete er: "Ich bin nicht an den Gesprächen beteiligt. Deshalb kann ich nichts dazu sagen. Einen Mercedes- oder Ferrari-Motor bekommen wir sowieso nicht."

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