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Ferrari plötzlich top: Ist der Heckflügel das Geheimnis?

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Ferrari plötzlich top: Ist der Heckflügel das Geheimnis?
Autor:
Co-Autor: Matt Somerfield
26.07.2018, 14:58

Die Konkurrenz rätselt über die plötzliche Stärke von Ferrari: Ein Geheimnis könnte in der Lage des Auspuffs und Heckflügels liegen - Bläst die Scuderia den Flügel an?

Seit dem Kanada-Grand-Prix hat Ferrari bei der Performance noch einmal deutlich zugelegt und die Konkurrenz ins Staunen versetzt. Wo kommt der plötzliche Sprung auf einmal her? Vermutungen legten nahe, dass die Scuderia vor allem im Bereich der Power-Unit große Fortschritte gemacht hat und an Mercedes vorbeigezogen ist. Doch das neue Heck, das Ferrari im Training von Hockenheim getestet hat, führt zu einer neuen Spur.

Dort hatte Ferrari mit einer neuen Position der Wastegate-Rohre experimentiert. Zwei kleinere Rohre waren dort senkrecht über dem eigentlichen Auspuffrohr angebracht und legten zusammen mit einem veränderten Heckflügel den Schluss nahe, dass das Team möglicherweise mit einem angeblasenen Heckflügel operiert.

Die Daten zeigen jeweils, dass Ferrari schneller durch die Kurven fahren kann, ohne dafür Geschwindigkeit auf den Geraden zu opfern. Das heißt umgekehrt, man muss nicht auf Abtrieb verzichten, um die gewünschte Geschwindigkeit auf den Geraden zu erreichen - ein klarer Vorteil im Kampf gegen Mercedes.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Formel-1-Teams mit neuen Lösungen experimentieren, um die Geschwindigkeit auf den Geraden zu erhöhen. Gut im Gedächtnis dürfte noch der F-Schacht sein, den McLaren einst eingeführt hatte. Dieser war allerdings umstritten, da die Fahrer im Cockpit ein Loch abdecken und teilweise dafür sogar die Hände vom Lenkrad nehmen mussten. Andere Teams wie Mercedes entwickelten eine passive Variante, die auch als Doppel-DRS bekannt wurde.

Zwar wurden F-Schächte für die Saison 2013 verboten, doch Ferrari scheint nun eine Lösung gefunden haben, die ebenfalls für einen Strömungsabriss am Heckflügel und somit höhere Geschwindigkeiten sorgt. Die Lage der Wastegate-Rohre könnte dafür sorgen, dass die Auspuffgase den Luftstrom stören und eben ein Strömungsabriss verursacht wird.

Zwar liegen auch die Auspuffrohre der Konkurrenten an einer ähnlichen Stelle, doch das heißt nicht, dass die Gegner das Wastegate und die MGU-H in der gleichen Weise mappen. Sie dürften sogar wahrscheinlich das Gegenteil versuchen und mehr Elektroenergie zurückgewinnen und die Turbulenzen am Heckflügel minimieren.

Sollte Ferrari es geschafft haben, die Auspuffgase für einen Strömungsabriss zu nutzen, dann könnte das nur der erste Schritt für zukünftige Entwicklungen sein. Aktuell ist das aber nicht mehr als nur eine Theorie. Die Konkurrenten versuchen noch herauszufinden, ob der Vorteil Ferraris von einem plötzlichen Sprung bei der Energierückgewinnung kommt oder ob man es doch geschafft hat, den Heckflügel für mehr Abtrieb anzublasen.

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Autor Norman Fischer