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Kwjat: Neue Regeln könnten die Lücke zwischen den Teams anfangs vergrößern

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Kwjat: Neue Regeln könnten die Lücke zwischen den Teams anfangs vergrößern
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
31.12.2019, 11:53

Die Formel-1-Saison 2021 wird von den Teams, Fahrern und Fans aufgrund der neuen Regeln mit Spannung erwartet - Daniil Kwjat dämpft die Euphorie

Die neuen Autos ab der Formel-1-Saison 2021 sollen für spannenderes und faireres Racing in der Königsklasse sorgen. Außerdem soll die Budgetobergrenze helfen, das Feld näher zusammenzubringen und die wirtschaftliche Effizienz seitens der Teams zu steigern. Daniil Kwjat freut sich auf die neue Ära, dämpft aber die Erwartungen in den ersten Jahren.

"Es ist schwierig vorherzusehen, wie es laufen wird", sagt Kwjat gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Am Anfang haben die Topteams natürlich einen Entwicklungsvorteil, auch wenn es eine Budgetgrenze gibt. Diese wird nicht sofort einen Einfluss haben, das wird Zeit brauchen. Wir sind bald im fünften Jahr der neuen Regeln und jetzt rücken die Teams immer näher zusammen, weil es keine großen Entwicklungsschritte mehr gibt."

Anfangs einer neuen Regelära gibt es noch genügend Möglichkeiten, große Schritte zu machen und den Vorsprung auf die anderen Rennställe auszubauen. Deshalb warnt Kwjat vor einer zu großen Euphorie: "Im Jahr 2021 könnte es wie in der Saison 2014 werden. Vielleicht wird die Lücke in den ersten ein bis zwei Jahren größer werden, um sich dann wieder zu schließen."

Damit sich die neuen Regeln auch voll entfalten können, hofft der Russe, dass das Regelwerk länger beibehalten wird als die aktuelle Version. Dabei spricht der Toro-Rosso-Pilot von "acht bis neun" Jahren. Erst dann könne auch die Budgetgrenze ihr volles Potenzial zeigen, meint Kwjat.

Vom Design des Auto scheint der Formel-1-Pilot hingegen überzeugt zu sein. Während die aktuellen Autos sehr schnell sind und futuristisch aussehen, fehlt es an spannendes Racing. Laut Kwjat waren die Autos in den Jahren 2014 und 2015 langsamer und hässlicher, dafür war der Rennsport besser, weil es einfacher war, dem Vordermann zu folgen.

Der Russe hofft, dass mit den neuen Autos die richtige Kombination aus Tempo, Ästhetik und Racing gefunden wurde: "Wenn die Autos zu langsam sind, dann beschweren sich die Fans, weil sie schnelle Rundenzeiten und -rekorde sehen wollen. Wenn wir das erreichen wollen, leidet das Racing darunter. Hoffentlich wurde für das Jahr 2021 die goldene Mitte gefunden."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor André Wiegold