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Mercedes-Motor: Fünfter Defekt am sechsten Testtag!

Williams musste sich über den nächsten Mercedes-Defekt ärgern: Es war bereits der fünfte im Rahmen der Testfahrten - Russell: Immer noch das langsamte Auto

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Mercedes-Motor: Fünfter Defekt am sechsten Testtag!

Mercedes ereilt der nächste Defekt - und wieder muss Williams darunter leiden. Der Rennstall hatte schon in der vergangenen Woche mit einem Problem an den Mercedes-Triebwerken gehadert und konnte auch am letzten Tag der Testfahrten in Barcelona nicht sein volles Zeitpotenzial ausschöpfen. "Wir hatten ein kleines Problem mit dem Motor am Nachmittag", verrät George Russell.

Für Mercedes ist es bereits der fünfte Defekt am sechsten Tag. Zweimal war das Werksteam selbst betroffen, dreimal Kundenteam Williams. "Das ist natürlich nicht ideal", sagt Russell. "Mercedes geht an die Grenze, und ich bin sicher, dass sie zurückgehen und alles unter die Lupe nehmen werden", so der Brite, der einfach "seltsame Geräusche" hörte, bevor die Leistung einbrach.

Was es genau war, gilt es noch zu untersuchen: "Ich weiß nicht, ob es eine offizielle Mitteilung gab", zuckt Russell mit den Schultern. Trotzdem kam er heute auf stolze 146 Runden.

Überhaupt schienen die Testfahrten für den Vorjahres-Letzten ziemlich gut zu verlaufen. Russell beendete die zweite Testwoche auf dem zehnten Gesamtrang (+0,673 Sekunden), Teamkollege Nicholas Latifi wurde 16. (+1,115).

Und obwohl die Zahlen nicht schlecht zu sein scheinen, macht sich Russell keine großen Hoffnungen: "Realistisch gesehen haben wir immer noch das langsamste Auto", fürchtet er. Einen Einzug in Q2 oder gar Q3 erwartet er in Melbourne nicht. "Wir haben uns verbessert, aber die Erwartungen sind unter Kontrolle", sagt er.

Trotzdem scheint sich die Situation gegenüber 2019 deutlich verbessert zu haben. Noch vor einem Jahr kam Williams verspätet zum Test und hatte das ganze Jahr über nie eine Chance, mit der Konkurrenz zu kämpfen. "Wenn wir das Auto outperformt haben, waren wir trotzdem noch 19.", sagt Russell. Doch diese Zeiten sollen vorbei sein.

"Wir haben den Abstand definitiv reduziert. Das war alles, was wir uns über den Winter erhoffen konnten", meint der Brite. Er hofft, dass man nun zumindest profitieren kann, sollte die Konkurrenz mal Probleme bekommen.

Wie viel Williams gegenüber der Konkurrenz gutmachen konnte, bleibt abzuwarten. Zwar weiß das Team, wie viel man selbst zulegen konnte, doch was die Konkurrenz gemacht hat, weiß niemand. "Heute waren wir auf einer Runde schneller als Alfa Romeo, aber das zählt gar nichts", sagt Russell. "Irgendwann war ich auch vor Red Bull oder Mercedes. Es wird sich alles in Melbourne zeigen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor Norman Fischer