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Mercedes über Hypercar für Le Mans: "Im Moment nicht geplant"

Mercedes-Teamchef Toto Wolff erklärt, warum die Silberpfeile kein Interesse am neuen Le-Mans-Hypercar-Konzept der Langstrecken-WM (WEC) haben

Mercedes über Hypercar für Le Mans: "Im Moment nicht geplant"

2023 kehrt Ferrari nach Le Mans zurück. Die Italiener haben Ende Februar ihren Einstieg in die neue Hypercar-Klasse (LMH) der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) bestätigt. Könnten andere Hersteller aus der Formel 1 folgen? Mercedes will die frei gewordenen Ressourcen aufgrund der Budgetobergrenze in der Königsklasse auf andere Art und Weise nutzen, schildert Teamchef Toto Wolff.

"Nein, das ist im Moment nicht geplant", betont der Österreicher am Rande der Auto-Präsentation am Dienstag auf einen möglichen Le-Mans-Einstieg angesprochen. Mercedes wählt einen anderen Weg, das Personal und die Ressourcen, die aufgrund der Einsparungen im Formel-1-Bereich nun frei geworden sind, einzusetzen.

Der Hersteller hat im März 2019 eine neue Ingenieursschmiede unter dem Namen "Applied Science " gegründet. "Wir haben mit Applied Science aufregende Projekte in der Pipeline." Dieser Bereich soll Formel-1-Knowhow in andere Branchen tragen, so Wolff.

Was ist die "Applied-Science"-Abteilung von Mercedes?

Die Einheit nutzt unter anderem einen eigenständigen, kommerziellen Windkanal in Silverstone und einen großen Produktionsstandort, wo zahlreiche Ingenieure vor allem in Zusammenarbeit mit Team-Teilhaber Ineos an Projekten, wie dem America's Cup oder der Tour de France, arbeiten.

Laut Eigendefinition bietet die Abteilung "zeitlich beschränkte und innovative technische Lösungen und Serviceleistungen" an. Aerodynamische Beratung für den Profi-Radsport, Skeleton-Sport oder für Projekte von Automobilherstellern gehören zu den Aufgabengebieten, wie die Entwicklung von Getriebe- und Bremssystemen für Kunden und Projekte in anderen Motorsportserien (Formel E, MotoGP, LMP).

Wolff bestätigt das breite Aufgabenspektrum der Abteilung: "Dazu gehört der America's Cup, dazu gehört die Tour de France und das Fahrerteam von Ineos und verschiedene, andere High-Performance-Projekte und deswegen sind wir da ziemlich gut ausgelastet."

 

Foto: Daimler AG

Mercedes' Fokus im Motorsport liegt neben der Formel 1 vor allem auf der Formel E. Wolff bezeichnet die Elektroserie als "guten Nährboden für diese Aktivitäten" und als "Zielhafen" für Personal, das der Umstrukturierung aufgrund der Budgetobergrenze in der Königsklasse zum Opfer gefallen ist.

Le Mans spielt in den Überlegungen keine Rolle. Zuletzt trat Mercedes 1999 an der Sarthe an. Im ersten Jahr des neuen LMP-Reglements wollten die Stuttgarter den Gesamtsieg mit dem neuen CLR einfahren. Aufgrund eines Konstruktionsfehlers in der Aerodynamik wurde das Fahrzeug aber besonders über Bodenwellen instabil und tendierte zum Abheben.

Ex-Formel-1-Pilot Mark Webber passierte dies zweimal, Peter Dumbreck hob im Rennen spektakulär ab. Später wurde bekannt, dass Stardesigner Adrian Newey dem Team dazu riet, die Teilnahme zurückzuziehen. Das geschah jedoch erst nach den Horrorunfällen, es sollte der bislang letzte Auftritt der Silberpfeile beim 24-Stunden-Klassiker sein.

Mercedes: Triumphe und Tragödien in Le Mans

Schon in den 1950er-Jahren war Mercedes in Le Mans vertreten, 1952 holte der Stern gar den Gesamtsieg. Nur drei Jahre später ereignete sich allerdings die erste Katastrophe der Silberpfeile an der Sarthe: Mercedes-Pilot Pierre Levegh übersah eine Überrundung vor ihm und konnte nicht mehr ausweichen.

Die Tragödie: Der Franzose verunfallte, stürzte mit dem Wagen in die Zuschauermenge, Trümmerteile flogen in die Tribüne. 82 Zuschauer und auch der Pilot selbst kamen dabei ums Leben. Es sollte mehr als 30 Jahre dauern, bis Mercedes wieder an den Start eines Rennens geht.

Bessere Zeiten erlebte die Marke in den 1980er-Jahren, in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Sauber-Team gewann Mercedes 1989 mit dem Sauber C9. Mit der Einführung des neuen Hypercar-Reglements, das ab 2021 die LMP1 ersetzt, wurden Spekulationen über eine Rückkehr von Mercedes nach Le Mans laut.

2017 präsentierte die Marke den Mercedes-AMG One, einen Supersportwagen mit Formel-1-Antrieb des W07. Der Wagen hätte für das neue LMH-Reglement adaptiert werden können, da Hersteller Straßen-Hypercars als Grundlage verwenden oder die Boliden von diesen direkt ableiten können.

Doch bereits 2019 erteilte der ehemalige Mercedes-AMG-Leiter Tobias Moers den Träumereien eine Absage. "Auf der einen Seite habe ich Bedenken, auf der anderen Seite freue ich mich sehr darauf, diese Autos zusammen fahren zu sehen. Es ist eine erstaunliche Situation. Aber eine solche Menge Geld in BoP-orientierte Rennen zu investieren? Damit bin ich im Moment nicht einverstanden."

Die "Balance-of-Performance" (BoP) wird dafür verwendet, die LMH- und LMDh-Autos auf ein Niveau zu bringen. Die beiden Konzepte verfolgen unterschiedliche Ansätze: Die LMH (Le Mans Hypercars) ersetzen schon ab 2021 die LMP1. Fahrzeuge können Prototypen sein, die die Karosserie eines Straßen-Hypercars aufgesetzt bekommen.

Hersteller können ihr eigenes Chassis und Hybridsystem entwickeln. Auch ein Fahrzeug ohne Hybridsystem ist möglich. Ferrari, Toyota, Peugeot und Glickenhaus haben sich für diesen, teureren Weg entschieden. Die LMDh-Renner (Le Mans Daytona h) sind günstiger, weil Standard-Bauteile vorgegeben sind (Monocoque, Aufhängung, Hybrid-System, Getriebe). Porsche, Audi und Acura haben diesen Ansatz gewählt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1 , WEC
Autor Maria Reyer