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Zanardi in Daytona: Liege "gar nicht so weit hinter" den Teamkollegen

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Zanardi in Daytona: Liege "gar nicht so weit hinter" den Teamkollegen
Autor:
Co-Autor: David Malsher
09.01.2019, 14:51

Alex Zanardi wird am 26. Januar sein Debüt bei den 24h von Daytona geben – Er glaubt, gar nicht viel langsamer als seine Teamkollegen zu sein

Für Alex Zanardi geht am 26. Januar ein Traum in Erfüllung. Der Italiener, der beim ChampCar-Rennen in Deutschland 2001 bei einem Unfall beide Beine verloren hat, wird sein Debüt bei den 24h von Daytona für BMW geben. Er sagt, er verspüre etwas Druck, mit seinen Teamkollegen mithalten zu müssen. Er glaubt, aber gar nicht sehr viel langsamer als die anderen Fahrer zu sein.

Zanardi muss in Daytona gleich mehrere Herausforderungen meistern: Zum einen hat er kaum Erfahrung mit dem BMW M8 und dem Rundkurs am Daytona International Speedway. Zum anderen muss er sich noch an das Bremssystem gewöhnen, das er mit der Hand bedient. Beim Test vor dem Rennen, dem sogenannten "Roar before the 24" war Zanardi weniger als eine Sekunde langsamer als sein schnellster Teamkollege.

Seine Mitstreiter sind John Edwards, Jesse Krohn und Chaz Mostert. Das Trio bezeichnet der Italiener als "einfach großartig". Er sagt: "Jesse, Chaz und John sind sehr talentierte und professionelle Fahrer. Es ist fantastisch, aber auch sehr hilfreich, in einem solchen Team zu sein. Denn es ist ein großer Vorteil, solche Teamkollegen zu haben." Auf Zanardis Schulten würde etwas Druck lasten, da er gerne mit seinen Teamkollegen mithalten wolle. Dabei stünden seine persönlichen Probleme, also seine "Verfassung" und sein "Alter", hinten an.

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Außerdem würden die anderen drei Fahrer das Auto viel besser kennen als Zanardi selbst, was ein weiterer Nachteil sei. "Ich werde mein Bestes versuchen, aber bisher läuft es ganz gut", sagt er. "Ich liege nicht allzu weit zurück." Für das 24-Stunden-Rennen wurde das Bremssystem für Zanardi angepasst. Während er die früher die Bremse mit seinem Stumpf bedient hat, nutzt er nun seine Hand.

"Aus körperlicher Sicht ist das gar kein Vergleich. Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht im Vergleich zu dem, wie ich zuvor gefahren bin", erklärt Zanardi. "Also ja, es hilft mir wesentlich mehr als wir erwartet hatten, als wir begonnen haben, Lösungen zu erarbeiten und in diese Richtung zu gehen. Aus dieser Sicht ist es zu 100 Prozent ein Erfolg." Jedoch müsse Zanardi seine Bewegungsabläufe noch weiter optimieren. Immer muss er beim Bremsvorgang mit nur einer Hand lenken. "Ich muss noch die richtige Technik entwickeln", sagt er.

Auf die 24h von Daytona freue sich Zanardi sehr, weil er das Rennen schon lange auf der Agenda gehabt habe. Er erklärt: "Als ich in den USA Rennen gefahren bin, haben viele meiner Kollegen und Rivalen am 24-Stunden-Rennen von Daytona teilgenommen. Denn weil es so früh im Jahr ist, gab es keine Überschneidungen mit dem Terminkalender der IndyCar-Serie. Leider hatte ich selbst, aus welchen Gründen auch immer, nie die Gelegenheit, in Daytona zu fahren. Doch ich habe immer gehört, wie meine Kollegen von diesem Event geschwärmt haben, wie großartig es ist, wie begeistert sie sind und was sie darüber sagen."

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Rennserie IMSA
Fahrer Alex Zanardi
Autor André Wiegold