Johann Zarco: "Rossi schwerer zu überholen als Marquez"

MotoGP-Rookie Johann Zarco vergleicht das Zweikampfverhalten von Valentino Rossi und Marc Marquez. "Augen im Hinterkopf": Warum der eine schwieriger zu überholen ist als der andere.

Johann Zarco polarisiert seit seinem ersten MotoGP-Rennen. Der zweimalige Moto2-Weltmeister zeigte von Anfang an seinen Speed und fuhr im Zweikampf auch seine Ellbogen aus. Mit allen Topfahrern hat sich der Rookie des Jahres schon angelegt. Schon in Texas fuhr er ein hartes Manöver gegen Valentino Rossi. Jüngst schimpfte Jorge Lorenzo über den "PlayStation-Fahrstil" des Franzosen.

Mit seiner ruhigen Art abseits der Rennstrecke lässt Zarco die Kritik an sich abprallen. Er weiß, dass er sich im ersten Jahr bei den Topstars Respekt verschafft hat. Aber wer ist aus seiner Sicht schwieriger zu überholen? Altmeister Rossi oder Weltmeister Marc Marquez? "Ich würde Rossi sagen, weil er extrem spät bremst", antwortet Zarco bei der Pressekonferenz in Malaysia auf diese interessante Frage.

Besonders beeindruckt Zarco, dass Rossi zu jedem Zeitpunkt den kompletten Überblick über das Geschehen hat. "Er scheint dich auch spüren und sehen zu können, so als hätte er in seinem Hinterkopf Augen", schildert der Tech-3-Pilot. "Im Rennen versteht er von Start bis ins Ziel alles. Das macht es komplizierter."

Ganz anders verhält sich dagegen Marquez. Einerseits greift er oft an Stellen an, wo man es kaum vermuten würde. Will man den Spanier selbst überholen, dann verfolgt er eine andere Taktik als Rossi. "Wenn man Marc überholen will, dann wird er sich nicht sofort wehren, weil er weiß, dass er sofort danach zurückschlagen wird", hält Zarco fest. "Er hat Selbstvertrauen und lässt dich vorbeifahren, weil er weiß, dass er dich gleich wieder bekommt. Rossi kämpft und will dich nicht vorbeilassen."

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Rennserien MotoGP
Fahrer Valentino Rossi , Marc Marquez , Johann Zarco
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