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Takaaki Nakagami: Schulterproblem stammt vom Assen-Crash mit Rossi

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Takaaki Nakagami: Schulterproblem stammt vom Assen-Crash mit Rossi
Autor:
17.10.2019, 09:31

In Assen hatte Valentino Rossi einen Unfall mit Takaaki Nakagami verursacht - Von daher stammen die Schulterprobleme des Japaners, die ihn zur OP zwingen

Takaaki Nakagami wird auch 2020 für LCR-Honda an den Start gehen. Das ist aus Sicht des Japaners die positive Nachricht der Woche. Auf der anderen Seite wird Nakagami die MotoGP-Saison 2019 nach seinem Heimrennen in Motegi vorzeitig beenden. Anschließend wird er sich einer Operation an der rechten Schulter unterziehen und die letzten drei Saisonrennen verpassen. Für viele kam das überraschend, denn Nakagami klagte in den vergangenen Wochen nicht über körperliche Probleme.

"Seit dem Unfall in Assen habe ich mit niemandem darüber sprechen wollen", sagt er über die Ursache der Schulterprobleme. Wir erinnern uns an die Dutch TT in Assen am 30. Juni. In der Anfangsphase des Rennens kam es damals zu einem Unfall zwischen Valentino Rossi und Nakagami. Rossi war damals bei einem Überholversuch gestürzt und hatte Nakagami ins Kiesbett mitgerissen.

"Vor Aragon habe ich das Gefühl bekommen, dass ich mit meinem Team und vor allem mit Lucio sprechen muss", schildert Nakagami die aktuelle Entwicklung. "Seit dem Crash hatte ich Schmerzen in der rechten Schulter. Und von Rennen zu Rennen wurde es schlimmer. Es war eine schwierige Entscheidung, die letzten drei Rennen auslassen zu müssen. In den vergangenen Rennen hatte ich aber schon große Mühe, überhaupt ins Ziel zu kommen."

Schmerzen und mangelnde Kraft wurden immer schlimmer

"Es hing natürlich vom Streckenlayout ab. Aragon war so so, aber in Thailand hatte ich Mühe, mich auf dem Motorrad zu halten. Mir ist komplett die Kraft ausgegangen. Somit habe ich mich dazu entschieden, die Operation zu machen. Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich Australien, Malaysia und Valencia auslassen muss. Ich muss mich auf die kommende Saison konzentrieren."

Takaaki Nakagami

Nakagami hat lange über die Schulterprobleme geschwiegen

Foto: LAT

Deswegen zieht Nakagami die Operation vor, um über den Winter genügend Zeit zu haben, wieder fit zu werden. Die ersten Vorsaisontests finden Anfang Februar 2020 in Sepang (Malaysia) statt. Eine ähnliche Schulteroperation ließ Marc Marquez Anfang Dezember 2018 durchführen. Weil beim Spanier der Rehabilitationsprozess länger dauerte, will man Nakagami mehr Genesungszeit geben.

"Ich habe mit Taka in Thailand gesprochen", sagt Marquez. "Seine Verletzung ist anders als sie bei mir war. Zu mir haben die Ärzte gesagt, dass es drei Monate dauern wird. Aber ich habe ihnen nicht geglaubt und gesagt, dass ich es in eineinhalb Monaten schaffe. Es wurden dann zweieinhalb Monate, also sehr lang. Mein Ratschlag an ihn lautet, dass er auf die Ärzte hören muss, denn es wird eine langwierige Rehabilitation. Aber seine Verletzung ist etwas anders als meine."

Nakagami gespannt, wie sich Johann Zarco schlägt

Zuletzt ist Nakagami schlichtweg die Kraft ausgegangen: "Mein größtes Problem ist, dass ich mich auf der Bremse nicht auf dem Motorrad halten kann. Am schlimmsten ist es bei langen Bremsvorgängen. Hier in Motegi wird es ein hartes Wochenende, aber ich hoffe auf das Beste. Hoffentlich werden die Schmerzen nicht schlimmer. Ab dem ersten Training werde ich Schmerzmittel nehmen."

Takaaki Nakagami

Zarco wird die Honda Jahrgang 2018 von Nakagami übernehmen

Foto: LAT

Im Jahr 2016 hatte sich Nakagami bei einem Sturz auf Phillip Island die Schulter ausgekugelt. Die damalige Verletzung hat mit seiner aktuellen Situation nichts zu tun. Für seine geplante Operation gehen die Ärzte von einer Rehabilitationszeit von drei Monaten aus. Bei den restlichen drei Rennen wird Johann Zarco die 2018er-Honda des Japaners übernehmen. Nachdem der Franzose bei KTM gescheitert ist, wird er wieder auf einer V4-Maschine sitzen.

"Ich finde, es wird für Zarco sehr interessant sein, mein Motorrad zu fahren", sagt Nakagami. "Er war bei Yamaha, KTM und jetzt wird es die 2018er-Honda sein. Natürlich bin ich auf sein Potenzial mit der Honda gespannt. Ich werde alle Trainings in Australien verfolgen. An der Strecke werde ich nicht sein, also kann ich mir die Daten nicht genau ansehen, aber ich werde mit dem Team in Kontakt stehen."

Mit Bildmaterial von Yamaha.

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Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Autor Gerald Dirnbeck