Rallye Estland will in drei Jahren Teil des WRC-Kalenders werden

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Rallye Estland will in drei Jahren Teil des WRC-Kalenders werden
Autor:
Co-Autor: David Evans
11.07.2019, 10:55

Alle WRC-Marken nutzen die Rallye Estland zur Vorbereitung auf Finnland - Die Rallye selbst arbeitet an einem Plan, in naher Zukunft Teil der Weltmeisterschaft zu werden

An diesem Wochenende findet die Rallye Estland statt. Es ist eine nationale Rallye mit dem Service-Park in Tartu, der zweitgrößten Stadt nach Tallinn. In jüngerer Vergangenheit entwickelte sich diese Veranstaltung zu einer willkommenen Gelegenheit für die Hersteller der Rallye-Weltmeisterschaft, um sich auf Finnland vorzubereiten.

An diesem Wochenende sind mit Ott Tänak (Toyota), Elfyn Evans (M-Sport Ford) Andreas Mikkelsen (Hyundai), Craig Breen (Hyundai) und Esapekka Lappi (Citroen) alle vier WRC-Marken am Start. Mit rund 100 Fahrzeugen ist das Teilnehmerfeld insgesamt gut gefüllt. Die Veranstalter der Rallye Estland hegen deswegen den ambitionierten Plan, in naher Zukunft Teil der Weltmeisterschaft zu werden.

"Die Weltmeisterschaft ist unser Plan", bestätigt Rallye-Direktor Urmo Aava gegenüber 'Motorsport.com'. "Alle sagen uns, dass das unmöglich ist, aber wir träumen davon und geben nicht auf. Wir haben einen Dreijahresplan, um die Veranstaltung weiterzuentwickeln. Wir machen das aber auf eine etwas andere Weise. In der Vergangenheit haben wir Straßen vorbereitet, auf denen die Teams für Finnland testen konnten."

 

"Jetzt bereiten wir die Straßen für die Zukunft der Rallye und für die Fans vor. Ja, wir bauen immer noch Sprünge ein und machen den Untergrund härter, damit es für Finnland repräsentativ ist, aber wir wollen nun die sicherste Umgebung, die möglich ist, gestalten, damit die Fans zuschauen können. Wir bauen spezielle Zuschauerbereiche. Dort sind die Fans sicher und können die Autos über einen Kilometer verfolgen. Aber wir wollen keine Rallycross-Strecke machen."

Die Rallye soll sicherer und zuschauerfreundlicher werden. Das sind wichtige Kriterien für den Automobilweltverband FIA. Trotzdem hält Aava fest, dass Estland vor 2022 nicht Teil des WM-Kalenders sein kann. "Wir wollen von der Organisation her bereit sein. Momentan lernen wir noch. Wenn wir vor 2022 kommen würden, wären wir nur Durchschnitt. Das wollen wir aber nicht sein." Man will sich bestens vorbereitet bei der FIA anmelden.

Estland hat den Status als offizielle WRC Promotion-Veranstaltung. Somit könnte man jederzeit eine Kandidatenrallye durchführen, wo die FIA alle Details checkt, ob die Rallye WM-tauglich wäre. Finanzielle Unterstützung erhält die Rallye von der Regierung. Die Verträge müssen aber jedes Jahr im Oktober verlängert werden. "Wir erhalten starke Unterstützung von staatlicher Seite. Die Regierung versteht was wir tun und die WRC ist Teil des Entwicklungsplans", so der Rallye-Direktor.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Rallye-WM
Autor Gerald Dirnbeck
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