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Vettels Titelchance offiziell weg: "Nicht das Jahr, das wir uns gewünscht hatten"

Seit Suzuka kann Sebastian Vettel nun auch rechnerisch nicht mehr Weltmeister werden - Der Ferrari-Pilot erklärt, was die Scuderia 2020 besser machen muss

Vettels Titelchance offiziell weg: "Nicht das Jahr, das wir uns gewünscht hatten"

In Japan fiel nicht nur die Entscheidung in der Konstrukteurs-WM. Seit Suzuka steht auch fest, dass Sebastian Vettel 2019 nicht mehr Formel-1-Weltmeister werden kann. Eine realistische Chance hatte der viermalige Champion zwar bereits seit Monaten nicht mehr, doch nun steht auch rechnerisch und ganz offiziell fest, dass es auch im fünften Anlauf mit Ferrari nicht geklappt hat.

"Natürlich bin ich nicht glücklich, dass wir nicht das Jahr hatten, das wir uns gewünscht hatten", erklärt Vettel, dessen erklärtes Ziel der WM-Titel mit der Scuderia ist. Doch nachdem man den WM-Kampf gegen Mercedes 2017 und 2018 zumindest noch etwas länger offen halten konnte, war in dieser Saison bereits relativ früh klar, dass es für Vettel und Ferrari wieder nicht reichen wird.

Das weiß auch der Deutsche selbst. Er erklärt, dass man den Titel nicht erst in den vergangenen Wochen verloren habe. Denn tatsächlich läuft es für Ferrari seit der Sommerpause sogar besser. Drei der fünf Rennen nach der Pause konnte man gewinnen, Vettel selbst holte einen Sieg. Auch er weiß aber, dass diese gute Phase nicht ausreichend war, um Mercedes 2019 gefährlich zu werden.

Vettel stellt klar: Ferrari fehlt nichts

"Wir hatten ein paar starke Rennen, aber insgesamt denke ich, dass wir noch immer etwas hinten sind", räumt er ein. "Wenn man den Konstrukteurstitel schon vier Rennen vor Ende gewinnt, dann macht man eine Menge besser als alle anderen", lobt Vettel die Silberpfeile. Der W10 sei in diesem Jahr vermutlich das beste Auto gewesen, "aber ich denke nicht, dass es darum geht", so Vettel.

"Es ist eine Teamleistung", erklärt er und merkt an, dass auch Ferrari die "Zutaten" für so eine starke Saison habe. Trotzdem ist es Ferrari auch in diesem Jahr wieder nicht gelungen, die Mercedes-Dominanz zu durchbrechen. Seit 2014 sind die Silberpfeile in der WM ungeschlagen. "Ich denke nicht, dass uns etwas fehlt", erklärt Vettel jedoch selbstbewusst und ergänzt: "Wir müssen einfach besser arbeiten."

"Wir hängen uns voll rein und arbeiten sehr hart, aber es ist noch nicht das Level, auf dem wir sein können. Mercedes hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass es noch besser geht. Das [Niveau] haben sie gehalten", lobt Vettel und ergänzt: "Man weiß natürlich nicht, was sie machen. Aber von außen sieht es so aus, als seien sie nah an der Perfektion dran. Sie sind sehr konstant und machen kaum Fehler."

Mercedes macht weniger Fehler

"Das ist ganz sicher ein Teil dessen, was sie so stark macht", erklärt er und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: "Hoffentlich wird ihnen etwas langweilig." Doch darauf möchte man es bei Ferrari nicht ankommen lassen. In diesem Jahr habe man viel über das eigene Auto gelernt, die Schwächen verstanden und verbessert. "Aber wir sind noch immer nicht da [wo Mercedes ist]", weiß Vettel.

"Es sind viele Kleinigkeiten. Es ist nicht eine Sache, die wir verbessern müssen", erklärt er. Vor allem die Fehlerquote muss bei der Scuderia kleiner werden, wenn man Mercedes 2020 endlich schlagen möchte. So startete man beispielsweise in Russland und Japan zuletzt jeweils von der Pole-Position, beide Rennen konnte am Ende jedoch Mercedes gewinnen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor Ruben Zimmermann