Kupplung durch! Honda NSX GT3 von Fugel verliert kompletten Testtag

Rückschlag für Fugel Sport bei den Testfahrten des ADAC GT Masters mit dem Honda NSX GT3 Evo: Fehleinschätzung von JAS, Ersatzteil per Expresslieferung im Anmarsch

Kupplung durch! Honda NSX GT3 von Fugel verliert kompletten Testtag

Kein Debüt nach Maß für den Honda NSX GT3 Evo im ADAC GT Masters: Fugel Sport konnte am Dienstag in Oschersleben keine Erkenntnisse gewinnen. Die Kupplung des Nippon-Sportlers war früher verschlissen als von Entwicklungspartner JAS Motorsport prognostiziert. Jetzt befindet sich das Team in einem Rennen gegen die Zeit, denn ein Ersatzteil wird erst am Mittwochmorgen eintreffen.

Offiziell stehen neun Runden in der Zeitenliste, doch keine davon war wirklich schnell. Dominik Fugel und Marcus Påverud werden mit 1:28.424 Minuten geführt, über vier Sekunden hinter der Tagesbestzeit von SSR Performance. Offenbar hat JAS Motorsport, Vertriebspartner des Honda NSX GT3 in Europa, eine Fehleinschätzung bezüglich der Haltbarkeit der Komponenten getroffen.

Fugel erklärt gegenüber 'Motorsport.com Deutschland': "Es wurde uns gesagt, dass die Kupplung auf jeden Fall die Tests noch halten würde. Aber wir haben bereits auf der ersten Runde nach dem Rausfahren gemerkt, dass sie rutscht. So hat es natürlich keinen Sinn gemacht."

Die Fehlersuche zog sich ebenfalls hin, weil niemand damit gerechnet hat, dass das Teil nach einem kurzen Rollout in Mailand und jeweils zwei Testtagen in Le Castellet und am Nürburgring bereits am Ende seiner Lebensdauer angekommen wäre. "Es hieß, dass sie die Testfahrten auf jeden Fall halten würde und wir sie erst vor dem ersten Rennen tauschen sollen."

Privater Testtag könnte Verlust kompensieren

Doch es ging vom Regen in die Traufe: "Wir konnten die Kupplung zwar schnell ausbauen, aber wir haben kein Ersatzteil dabei. Man legt sich als Team keine Ersatzteile für 200.000 Euro auf Lager, die man vielleicht irgendwann gebrauchen könnte."

Erschwerend kam hinzu, dass es für Fugel keinen Support beim Teest gibt - von einem Renningenieur abgesehen, der aber natürlich keine Ersatzteile dabei hat. So musste der Tag abgeschrieben und die Notlösung in Kraft gesetzt werden: Eine Ersatzkupplung wird über Nacht aus Mailand nach Deutschland gebracht und soll am Mittwochmorgen in Magdeburg ankommen.

Dann beginnt das Rennen gegen die Zeit. "Die werden wir morgen Vormittag ins Auto einbauen, sodass wir morgen Nachmittag noch ein paar Runden drehen können", so der 24-Jährige. "Wir werden vielleicht unseren Aufenthalt verlängern und auch noch am Donnerstag fahren."

"Natürlich wirft uns das sehr zurück. Jeder gefahrene Meter ist ein Meter, der uns als Team weiter voranbringt - gerade in einer solch frühen Phase des Projekts. Und für Marcus wäre jeder Meter hier wichtig. Er ist noch nie in Oschersleben gewesen. Ich bin seit 2016 hier, da weiß ich einigermaßen, wo es lang geht, auch wenn es mit dem GT3 natürlich etwas anders ist als mit dem TCR. Aber es lässt sich leider nicht ändern."

Mit Bildmaterial von Alexander Trienitz.

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Rennserie ADAC GT Masters
Autor Heiko Stritzke