Ericssons Ansage: Rennsieg als IndyCar-Rookie ist "erreichbar"

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Ericssons Ansage: Rennsieg als IndyCar-Rookie ist
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Co-Autor: David Malsher
22.01.2019, 15:31

Nach gerade mal zwei Testtagen gibt sich Marcus Ericsson vor seiner ersten IndyCar-Saison ausgesprochen zuversichtlich und will als erster Rookie seit 2016 siegen

Mit dem Stadtrennen in St. Petersburg (Florida) beginnt am 10. März die IndyCar-Saison 2019. Nach aktuellem Stand der Dinge wird es im diesjährigen Starterfeld fünf Piloten geben, die als Rookie in der Rennserie die gesamte Saison bestreiten: Marcus Ericsson, Felix Rosenqvist, Santino Ferrucci, Patricio O'Ward und Colton Herta.

Die drei letztgenannten waren in der Saison 2018 bereits bei einem Rennen (O'Ward und Herta) beziehungsweise drei Rennen (Ferrucci) am Start. Ericsson und Rosenqvist hingegen sind echte IndyCar-Neulinge, die in St. Petersburg ihr Debüt geben werden.

Und Ericsson, der bei Schmidt Peterson Motorsports Teamkollege von Routinier James Hinchcliffe ist und genau wie der Kanadier vom US-Elektronikkonzern Arrow gesponsert wird, blickt seinem IndyCar-Abenteuer nach zuletzt fünf Jahren Formel 1 voller Zuversicht entgegen.

"Mein zweiter Test lief sehr gut. Ich konnte auf den Erfahrungen, die ich im Dezember gesammelt hatte, aufbauen", blickt Ericsson im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' auf den vor wenigen Tagen in Sebring stattgefundenen ersten IndyCar-Test 2019 zurück.

Sowohl im Dezember als auch im Januar saß Ericsson in Sebring jeweils nur einen Tag im Auto. Mehr als diese zwei Tage hat der Schwede bislang nicht im IndyCar-Cockpit zurückgelegt, aber sein Optimismus ist so groß, dass er schon von einem Sieg in seiner Rookie-Saison spricht.

"Ein Rennen zu gewinnen, muss natürlich das Ziel sein", sagt der Skandinavier, dem einst im Jahr 2010 als Rookie in der GP2-Serie auf Anhieb ein Sieg gelang. Damals triumphierte Ericsson auf dem Stadtkurs in Valencia. Dies ist aber nicht der Hauptgrund, weshalb er sich Ähnliches von seiner ersten IndyCar-Saison erhofft. Vielmehr ist es die Tatsache, dass er mit seinem neuen Teamkollegen Hinchcliffe schon jetzt technisch auf einer Wellenlänge liegt.

"Die positive Überraschung war, dass wir beide ganz ähnliche Rückmeldungen gegeben haben. Das, was wir uns vom Auto wünschen, ist ganz ähnlich", bemerkt Ericsson nach den beiden Sebring-Tests und spricht von einer "großen Hilfe für das gesamte Team, wenn die Fahrer in dieselbe Richtung arbeiten".

"Weil die Trainingssitzungen so kurz sind, können wir unterschiedliche Dinge ausprobieren. Wenn James dabei etwas findet, was für ihn funktioniert, dann wird es wahrscheinlich auch für mich funktionieren und umgekehrt. Das wird den Findungsprozess einer guten Abstimmung beschleunigen", ist Ericsson überzeugt.

Und so schließt der De-Facto-Nachfolger von Robert Wickens seine Ausführungen mit Nachdruck ab: "Ich finde, man muss sich selbst hohe Ziele setzen, um etwas zu erreichen. Ich habe mir als persönliches Ziel gesetzt, in diesem Jahr ein Rennen zu gewinnen und so oft wie möglich in der Spitzengruppe mitzukämpfen. Das ist ein schwieriges Ziel, aber eines, das erreichbar ist, wie ich glaube."

Der bislang letzte IndyCar-Pilot, der als Rookie ein Rennen gewonnen hat, ist Alexander Rossi, dem dies in der Saison 2016 direkt beim prestigeträchtigen Indy 500 gelang. Apropos Rookie: Bei der 2019er Teampräsentation von Schmidt Peterson Motorsports in der vergangenen Woche in Denver war neben Hinchcliffes Bolide (Startnummer 5) und Ericssons Bolide (Startnummer 7) auch der Bolide des letztjährigen Rookies Robert Wickens (Startnummer 6) präsent.

Teambesitzer Sam Schmidt hat mehrfach versichert, dass der #6 Schmidt-Honda für Wickens bereitsteht, sobald sich der Kanadier körperlich in der Lage sieht, ein Comeback zu wagen. Infolge seines Horrorcrashs vom August 2018 in Pocono arbeitet Wickens seit Monaten mit eisernem Willen an der Genesung seiner schweren Rückenverletzungen.

Mit Bildmaterial von Schmidt Peterson Motorsports.

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Rennserie IndyCar
Autor Mario Fritzsche