Finanzierung zurückgezogen: Circuit of Wales vor dem Aus

Das schon seit geraumer Zeit auf wackligen Beinen stehende Projekt um den Bau einer MotoGP-Rennstrecke in Wales hat einen herben Dämpfer erhalten.

Obwohl die Rennstrecke bis heute nicht existiert, wurde am Circuit of Wales schon vor Jahren ein Vertrag für die Ausrichtung des Motorrad-Grand-Prix von Großbritannien unterzeichnet. Demnach hätten die Piloten der WM-Klassen MotoGP, Moto2 und Moto3 schon im Jahr 2015 erstmals in Wales fahren sollen. Die Laufzeit des Vertrags beträgt 5 Jahre.

Doch immer wieder musste das Bauvorhaben in Wales aufgrund unterschiedlicher Hindernisse gestoppt werden. Die Verzögerungen führten schließlich dazu, dass der Grand Prix von Großbritannien auch seit 2015 weiterhin in Silverstone ausgetragen wird.

Nun steht das Projekt Circuit of Wales endgültig vor dem Aus. 210 Millionen Britische Pfund der insgesamt 433 Millionen Britische Pfund teuren Anlage hätten seitens der Regierung gestemmt werden sollen. Dieser Anteil wurde am Dienstag abgesagt.

Ken Skates, im britischen Kabinett für die Themen Wirtschaft und Infrastruktur in Wales zuständig, teilt in einem Statement mit, dass besagte finanzielle Garantie nicht gegeben werden könne. Als Grund führt Skates unter anderem an, dass die Schätzung der entstehenden Arbeitsplätze in Höhe von 6.000 "deutlich übertrieben" sei. Eine dreistellige Zahl neuer Jobs sei wesentlich realistischer.

Nun, da die 210 Millionen Britische Pfund nicht an den Circuit of Wales gehen, sollen stattdessen 100 Millionen Britische Pfund Regierungsgelder in einen Automobil-Business-Park fließen, der in Gegend um Ebbw Vale geplant ist.

Für die MotoGP-Saison 2018 gibt es noch keinen festen Austragungsort für den Grand Prix von Großbritannien. Silverstone, wo seit 2010 gefahren wird, gilt jedoch als Favorit für die weitere Ausrichtung des Rennens.

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