Yamaha seit Juni ohne MotoGP-Sieg: Valentino Rossi macht sich Sorgen

Während ein Honda-Fahrer 5 der 7 zurückliegenden MotoGP-Rennen gewonnen hat, wartet man bei Yamaha seit fast 4 Monaten auf einen weiteren Sieg. Das hat Folgen.

Die Triumphfahrt von Valentino Rossi beim Grand Prix von Katalonien in Barcelona am 5. Juni war der bislang letzte Yamaha-Sieg in der MotoGP-WM. Indes haben Honda-Fahrer seitdem 5 von 7 Rennen gewonnen. Neben den Werksfahrern Marc Marquez (Sachsenring und Motorland Aragon) und Dani Pedrosa (Misano) trugen sich auch die Honda-Satellitenfahrer Jack Miller (Assen) und Cal Crutchlow (Brno) in die Siegerliste ein.

Valentino Rossi macht sich angesichts der aktuellen Yamaha-Durststrecke Gedanken: "Wir sind ein bisschen besorgt und müssen etwas tun. Honda hat zuletzt mit unterschiedlichen Fahrern jede Menge Siege gefeiert, während wir seit Barcelona nicht mehr gewonnen haben. Wir müssen verstehen, was es zu verbessern gilt. Schließlich stehen uns noch 4 ganz wichtige Rennen bevor und bei diesen möchte ich um den Sieg kämpfen."

Rossi und Yamaha: Frühzeitige Konzentration auf 2017

Damit spricht Rossi auf die bevorstehende Übersee-Tour mit den Grands Prix von Japan, Australien und Malaysia sowie auf das Saisonfinale in Valencia an. Diese 4 Rennen nimmt Rossi mit einem Rückstand von 52 Punkten auf Honda-Speerspitze und WM-Spitzenreiter Marc Marquez in Angriff.

Den WM-Titel 2016 hat Rossi mehr oder weniger abgeschrieben, wie er bekennt. "Solange du rechnerisch eine Chance hast, ist es nicht vorbei. Gleichzeitig müssen wir aber realistisch bleiben. Es war schon schwierig, 43 Punkte aufzuholen. Jetzt mit 52 Punkten ist es umso schwieriger", weiß der neunmalige Motorrad-Weltmeister, der sich seinen Traum von Titel Nummer 10 wohl frühestens 2017 erfüllen wird.

"Ich denke, die Weltmeisterschaft war nach der Hälfte der Saison verloren", spricht Rossi auf seine Ausfälle bei den Rennen in Austin, Mugello und Assen an. So wollen sich der Italiener und Yamaha nun frühzeitig auf die Saison 2017 konzentrieren. "Wir können die Basis legen, um im nächsten Jahr einen Schritt voranzukommen. Die anstehenden Strecken sollten unserem Bike liegen", meint Rossi, hält aber auch fest: "Zu Saisonbeginn war unser Bike das beste, aber jetzt müssen wir uns strecken."

Mit Informationen von German Garcia Casanova und Matteo Nugnes

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