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Lando Norris wehrt sich gegen Kritik von Jacques Villeneuve

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Lando Norris wehrt sich gegen Kritik von Jacques Villeneuve
Autor:
Co-Autor: André Wiegold
06.09.2019, 12:33

Nach dem tödlichen Unfall von Anthoine Hubert hat Jacques Villeneuve Simulatoren verteufelt - Lando Norris kontert die Kritik des Kanadiers

Jacques Villeneuve hat sich nach dem Tod von Formel-2-Fahrer Anthoine Hubert in Spa kritisch gegenüber junge Fahrer und ihr Training in Simulatoren geäußert. Piloten, die viel Zeit im Simulator verbringen, nehmen laut des Ex-Formel-1-Weltmeisters mehr Risiko in Kauf, da sie die Gefahren in der Realität unterschätzen. Lando Norris, der viel Zeit in der virtuellen Welt verbringt, ist anderer Meinung.

Gegenüber 'RTBF' sagt Villeneuve: "Anstatt junge Fahrer testen zu lassen, sitzen sie die ganze Woche im Simulator. Wenn sie auf der Rennstrecke sind, verhalten sie sich dann noch immer so, als würden sie eine Simulation fahren. Sie fühlen es nicht so, wie sie es sollten. Sie stoßen zu wenig Adrenalin aus. Sie erkennen auch die Gefahr und das Risiko nicht mehr, das sie in Kauf nehmen. Es ist nicht mehr dasselbe."

Norris sieht diese Äußerungen des Kanadiers nur als "Ausrede" an. Der McLaren-Youngster sagt: "Ich glaube nicht, dass es etwas mit Sim-Racing zu tun hat. Es ist nur etwas, das er als Ausrede dafür nutzen will. Die Sicherheit wird immer besser, gerade im Vergleich zu seiner Zeit in der Formel 1. Es ist aber nicht so, dass wir die Gefahr komplett vergessen. Wir erkenne die Gefahr!"

Lando Norris

Lando Norris kontert die Kritik seitens Villeneuve

Foto: LAT

Dass Rennfahrer mehr Risiken eingehen, sieht Norris als Resultat der erhöhten Sicherheit an. Zum Hubert-Drama will sich Norris nicht äußern: "Ich weiß nicht, was an diesem Wochenende passiert ist. Ich glaube aber nicht, dass jemand etwas Dummes getan oder zu viel riskiert hat." Er glaubt, dass ein kleiner Flügelschlag eines Schmetterlings einen Sturm ausgelöst hat.

Auch Hamilton kontert die Aussagen von Villeneuve. Der Weltmeister sieht ebenfalls keinen Zusammenhang zum Sim-Racing und kritisiert die Thesen, die der Kanadier aufgestellt hat. "Ich stimme mit seinen Meinungen fast nie überein, aber wer tut das schon. Ich persönlich höre nicht auf die Meinung dieses Individuums", so die klare Kante seitens Hamilton.

Hamilton sieht es wie bei Kindern, die beim "Skilaufen keine Angst haben". Auch bei Rennfahrern würde die Angst erst im Laufe der Zeit größer werden. Hamilton sagt: "Sobald man älter wird, schleicht sich die Angst immer mehr in den Kopf herein."

Mit Bildmaterial von circuitpics.de.

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Rennserie Formel 1
Autor Scott Mitchell