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"Nicht fair": Pirelli wehrt sich gegen Vorwurf der "Mercedes-Reifen"

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"Nicht fair": Pirelli wehrt sich gegen Vorwurf der "Mercedes-Reifen"
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
15.08.2019, 07:46

Bei Pirelli zeigt man sich verwundert darüber, dass die Reifen vor einigen Wochen so in die Schusslinie gerieten - Es habe lange keine Beschwerden der Teams gegeben

Abseits der Strecke waren die Reifen eines der größten Themen in der ersten Hälfte der Formel-1-Saison 2019. Anfang des Sommers ging der "Reifenkrieg" sogar so weit, dass sich unter den Teams eine Front bildete, die die Pneus des Jahres 2018 zurückbringen wollte. Behauptung: Die 2019er-Reifen, die unter anderem eine dünnere Lauffläche haben, seien ein zu großer Vorteil für Mercedes.

"Mercedes hat mit den Reifen, die mehr Gummiauflage hatten, immer Probleme gehabt. Seit der neue Reifentyp verwendet wird, hat Mercedes keinerlei Probleme mehr", hatte zum Beispiel Helmut Marko im Gespräch mit 'Speedweek' bemerkt. Letztendlich fand sich jedoch keine Mehrheit für den Plan, und die Saison 2019 wird wie geplant mit den aktuellen Pneus beendet.

Pirelli-Manager Mario Isola hat ohnehin kein Verständnis dafür, dass das Thema zwischenzeitlich so hitzig diskutiert wurde. "In Abu Dhabi haben wir [beim Test Ende 2018] die Rückmeldung bekommen, die Reifen seien okay", verrät er und ergänzt: "Es gab kein negatives Feedback bis zum fünften oder sechsten Rennen [2019]. Und dann war es etwas zu spät. Da konnten wir nicht mehr reagieren."

Nicht nur Mercedes hat profitiert

Den Vorwurf, dass Mercedes zu Beginn des Jahres wegen Pirelli und der dünneren Lauffläche der Reifen so erfolgreich gewesen sei, findet er "nicht fair". Isola erinnert daran, dass nicht nur Mercedes gut mit den neuen Pneus zurechtkomme. Auch im Mittelfeld gebe es andere Teams, "die es geschafft haben, die Reifen zu verstehen." Er erklärt: "Es gehört zur Lernkurve dazu."

Denn es sei nicht ungewöhnlich, dass einige Teams die Reifen zu Saisonbeginn besser verstehen als andere. Das sei auch in der Vergangenheit schon so gewesen. Zudem erklärt er: "Die neuen Reifen bestehen auch nicht nur aus einer dünneren Lauffläche. Wir verwenden anderes Material und haben neue Mischungen entwickelt. C1, C2 und C5 sind neu."

Die dünnere Lauffläche geriet deshalb in den Fokus, weil Pirelli sie auch 2018 bereits bei den drei Rennen in Spanien, Frankreich und Großbritannien einsetzte. Und in denen machte Mercedes jeweils einen starken Eindruck. Isola will diese Aussage aber nicht pauschal so stehenlassen. "Es stimmt, dass Mercedes das Rennen in Barcelona gewonnen hat", räumt er ein.

Warum die Situation sich 2019 geändert hat

"Aber nach dem Rennen hatten wir einen Test, und dort hat Sebastian [Vettel] die normale und die dünnere Lauffläche getestet. Und er hat gesagt, dass die dünnere Lauffläche besser sei. Seine Worte, nicht meine", wehrt er sich und ergänzt zudem: "In Silverstone hat Ferrari das Rennen [2018] gewonnen." Auch auch in Le Castellet sei kein Auto "viel schneller" als ein anderes gewesen.

Daher könne man seiner Meinung nach nicht sagen, dass ein Team 2018 einen "klaren Vorteil" durch die dünnere Lauffläche gehabt habe. 2019 habe sich die Situation unter anderem durch die neuen Aero-Regeln geändert. "Manche Teams haben sich entschieden, mehr Abtrieb ans Auto zu packen. Obwohl sie wussten, dass sie dadurch Speed auf den Geraden verlieren würden", erklärt er in Anspielung auf Mercedes.

"Andere Teams sind in eine andere Richtung gegangen", ergänzt er und meint damit Ferrari. Letztendlich scheine der Ansatz der Silberpfeile 2019 einfach besser zu funktionieren. Eine Verantwortung für die Mercedes-Dominanz Anfang des Jahres sieht Isola jedenfalls nicht bei Pirelli. In den ersten fünf Saisonrennen 2019 hatte Mercedes fünf Doppelsiege eingefahren.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor Ruben Zimmermann