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Zandvoort: Bauarbeiten an Steilkurve in vollem Gang

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Zandvoort: Bauarbeiten an Steilkurve in vollem Gang
Autor:
Co-Autor: Ronald Vording
03.12.2019, 16:41

In Vorbereitung auf das Formel-1-Comeback im Mai 2020 wird in Zandvoort derzeit die letzte Kurve zur Steilkurve umgebaut

Der Rennkalender der Formel 1 wird in der Saison 2020 erstmals seit 1985 wieder einen Grand Prix der Niederlande umfassen. Termin ist der 3. Mai und der für das Comeback nach 35 Jahren ausgewählte Austragungsort ist der gleiche wie damals: Zandvoort.

Abgesehen von dem über die Jahrzehnte veränderten Streckenlayout (damals 4,252 Kilometer mit 19 Kurven - heute 4,307 Kilometer mit 14 Kurven) sowie umfangreichen Modernisierungsarbeiten, die bereits stattgefunden haben, hat man sich noch ein ganz besonderes Highlight ausgedacht.

Die nach dem zweimaligen Indy-500-Sieger Arie Luyendyk benannte langgezogene Rechtskurve eingangs der Start/Ziel-Gerade wird für das Formel-1-Comeback stark überhöht.

Das Banking der Steilkurve wird 18 Grad betragen. Damit wird die letzte Kurve in Zandvoort doppelt so steil sein wie die vier Kurven des Indianapolis Motor Speedway. Die entsprechenden Bauarbeiten sind bereits in vollem Gange, wie unser Video mit Dronenaufnahmen zeigt.

Den Anstoß für die Idee, die letzte Kurve in Zandvoort als Steilkurve zu gestalten, gab laut Erik Weijers, Cheforganisator des Grand Prix der Niederlande, der ehemalige Formel-1-Rennleiter Charlie Whiting. Rund ein halbes Jahr vor seinem überraschenden Tod stattete Whiting Zandvoort einen Besuch ab, um die Strecke für ein mögliches Formel-1-Comeback zu inspizieren.

"Er war vom Layout der Strecke, von den Kiesbetten und von der kurzen Boxengasse derart beeindruckt, dass er den Vorschlag machte, die Barriere in der Luyendyk-Kurve direkt neben der Fahrbahn zu platzieren, um die Wucht eines Aufpralls zu verringern und den Einschlagswinkel kleiner zu gestalten", erinnert sich Weijers an den September 2018.

Arie Luyendyk

Arie Luyendyk, Indy-500-Sieger 1990 und 1997, ist schon länger Namensgeber für die letzte Kurve in Zandvoort

Foto: IndyCar

"Als wir dann am Tag nach seinem Besuch wieder im Büro saßen, warfen wir die Frage in den Raum: Warum machen wir keine Steilkurve?", so Weijers und weiter: "Das passt auch gut zum Namensgeber Arie und seiner Geschichte in Amerika."

Und nachdem man diesen Vorschlag auch bei der Formel-1-Vermarktungsgesellschaft FOM unterbreitet hatte und diese "enthusiastisch" reagierte, kam der Ball endgültig ins Rollen. Die entsprechenden Bauarbeiten, um das Banking von 18 Grad (32 Prozent) zu errichten, werden von der Firma Dromo durchgeführt.

Mit Bildmaterial von ISP/BSR Agency.

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Autor Mario Fritzsche