"Unbegreiflich": Corvette-Team kritisiert Feuerwehr-Einsatz am Lausitzring

Jeffrey Schmidt parkte auf dem Lausitzring die brennende Corvette vor der Feuerwehr, doch die griff nicht ein: Das Callaway-Team kritisiert das Verhalten

"Unbegreiflich": Corvette-Team kritisiert Feuerwehr-Einsatz am Lausitzring

Es war der große Aufreger beim ADAC GT Masters auf dem Lausitzring: Das Flammen-Inferno bei der Corvette C7 GT3-R von Callaway Competition. Jeffrey Schmidt stellte das brennende Auto im Sonntagsrennen vor einem Feuerwehrauto ab, musste das Fahrzeug jedoch selbst löschen. Die Feuerwehr-Besatzung sah scheinbar taten- und hilflos zu, was das Team kritisiert.

"Die Feuerwehrbesatzung hat unverständlicherweise in keinster Weise eingegriffen oder ihm zumindest einen Feuerlöscher angeboten, trotz seiner Hilferufe. Das Verhalten der Feuerwehr ist für mich unbegreiflich", ärgert sich Teamchef Mike Gramke.

"Was wäre denn gewesen, wenn Jeffrey die brennende Tür nicht mehr hätte öffnen können? Hätten die Kameraden auch dann noch tatenlos zugesehen? So etwas darf sich nie mehr wiederholen", fordert Gramke.

Marvin Kirchhöfer fordert Aufarbeitung des Lausitzring-Vorfalls

Auch Schmidts Teamkollege Marvin Kirchhöfer schüttelt mit dem Kopf: "Das ist unglaublich und unbeschreiblich, was da passiert ist. Dieses Ereignis muss auf Seiten der Veranstalter und des DMSB klar aufgearbeitet werden. Ich bin froh, dass Jeffrey nichts passiert ist."

Immerhin: Die geforderte Aufarbeitung läuft zum aktuellen Zeitpunkt. Zu welchem Ergebnis Veranstalter und DMSB kommen, darüber kann gegenwärtig nur spekuliert werden. Schnellschüsse kann man sich bei einer derart sicherheitsrelevanten Thematik jedoch nicht erlauben. Es ist eine gründliche Analyse nötig, um in Zukunft schneller und koordinierter reagieren zu können.

Wie 'Motorsport.com' bereits herausgestrichen hat, geht der Nicht-Einsatz der Feuerwehr-Besatzung darauf zurück, dass das Löschen eines vor ihr geparkten Rennautos nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fällt. Sie ist stattdessen für Brände im Bereich der Boxen vorgesehen.

Inzwischen steht fest, dass sich die Folgeschäden an der Corvette angesichts der Umstände in Grenzen halten. Einen Start beim kommenden Rennwochenende auf dem Sachsenring hat die Mannschaft gegenüber 'Motorsport.com' bereits bestätigt.

Mit Bildmaterial von Alexander Trienitz.

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