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Jorge Lorenzo: Fortschritte, aber "fast überall schlechter" als Marc Marquez

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Jorge Lorenzo: Fortschritte, aber "fast überall schlechter" als Marc Marquez
Autor:
Co-Autor: Oriol Puigdemont
25.02.2019, 09:57

Jorge Lorenzo macht auf der Honda RC213V weiter Fortschritte, doch vor dem Saisonauftakt geht dem noch immer angeschlagenen Spanier langsam die Zeit aus

Jorge Lorenzo kam am zweiten Tag des MotoGP-Tests in Katar nicht über Platz 18 hinaus. Der Spanier beendete die Session am Sonntag mit einem Rückstand von 1,149 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Alex Rins. Gemessen an seinen Voraussetzungen ist der Honda-Neuzugang damit aber gar nicht so unzufrieden. Lorenzo leidet noch immer an den Folgen seiner Verletzung am linken Handgelenk.

"Ich konnte nicht trainieren, ich konnte in Sepang nicht dabei sein, ich bin fast drei Monate nicht gefahren, und das spüre ich. Meine Muskeln sind nicht mehr an das Bike gewöhnt", berichtet Lorenzo, für den der aktuelle Test daher "sehr schmerzhaft" ist. Durch seine Verletzung kann er unter anderem beim Bremsen nicht ans Limit gehen. "Man verliert in allen Kurven etwas Zeit", erklärt er.

So erklärt sich auch Lorenzos schlechte Position am Sonntag. Immerhin: Am zweiten Testtag konnte man laut dem Spanier einen "Schritt nach vorne" machen. "Ich fühle mich besser auf dem Motorrad", verrät der Ex-Weltmeister. So habe man die Ergonomie verbessert, weshalb er auf dem Bike jetzt nicht mehr so schnell müde wird - ein Problem, über das er auch auf der Ducati einige Zeit lang klagte.

Dass er trotzdem nur auf 44 Runden kam, habe nichts damit zu tun, dass ihm die Kraft ausgegangen sei. Hier seien lediglich die Schmerzen am Handgelenk der limitierende Faktor gewesen. "Ich musste früher aufhören und konnte in der letzten Stunde nicht mehr so viele Runden fahren. Aber davon abgesehen fühle ich mich physisch besser", erklärt Lorenzo und versichert, dass er ohne die Schmerzen noch mehr Runden hätte fahren können.

"Die Position ist nicht fantastisch, aber wir sind viel näher an der Spitze dran", freut sich Lorenzo, dem am ersten Testtag in Katar noch mehr als zwei Sekunden auf die Bestzeit von Maverick Vinales gefehlt hatten. "Wir kommen näher", zeigt sich Lorenzo optimistisch. Gleichzeitig weiß er aber auch, dass ihm langsam die Zeit ausgeht. Am Montag steht bereits der letzte Testtag vor dem Saisonauftakt an.

Wunder sollte man von Lorenzo beim ersten Rennen in Katar daher nicht erwarten. "Die ersten Rennen könnten schwierig werden", weiß der Spanier. "Aber mit Geduld werden wir es Schritt für Schritt schaffen", gibt er sich trotzdem optimistisch. Interessant wird dann vor allem auch der direkte Vergleich mit Teamkollege und Weltmeister Marc Marquez werden. Der war am Sonntag noch mehr als sieben Zehntelsekunden schneller als Lorenzo.

"Er weiß, wie man dieses Bike fahren muss - und er fährt es sehr gut. Momentan bin ich fast überall schlechter", gesteht Lorenzo, der sich die Daten von Marquez angesehen hat. Er erinnert daran, dass er die RC213V "ganz anders" fahren müsse, als die Ducati Desmosedici, die er in den vergangenen beiden Jahren pilotierte. Es liegen also noch einige Baustellen vor Honda und Lorenzo.

Mit Bildmaterial von LAT.

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