Stefan Bradl rechnet für Misano: "Punkte sollten möglich sein"

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Stefan Bradl rechnet für Misano:
Autor: Gerald Dirnbeck
06.09.2018, 17:31

Der Deutsche Stefan Bradl absolviert in Misano seinen zweiten Wildcard-Einsatz als Honda-Testfahrer. Wie seine Vorbereitung lief und welche Erwartungen er hat.

Nach dem Grand Prix von Tschechien nimmt Stefan Bradl an diesem Wochenende in Misano (Italien) zum zweiten Mal in seiner Rolle als Honda-Testfahrer an einem MotoGP-Rennen teil. Es ist sein dritter Einsatz in diesem Jahr, nachdem der Deutsche bei seinem Heimrennen auf dem Sachsenring bei Marc VDS für den verletzten Franco Morbidelli eingesprungen ist. Im Vorfeld konnte Bradl zwei Tage auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli in Ruhe testen und sich vorbereiten. Deswegen blickt er dem Wochenende auch zuversichtlich entgegen.

"Ich denke, die Vorbereitung war etwas besser, weil wir hier vor zwei Wochen getestet haben", sagt Bradl im Gespräch mit 'Motorsport.com'. "Somit hatte ich die Möglichkeit, auf dieser Strecke schon einige Runden zu fahren. Die Bedingungen waren sehr heiß, aber ich hoffe, dass ich einige Daten für das Wochenende herannehmen kann. Vor Brünn hatte ich keine Vorbereitung auf der Strecke. Grundsätzlich ist das Ziel, das Rennen zu beenden und wenn möglich in den Punkten."

Prognose bei engen Zeitabständen schwierig

Ein Ergebnis in den Top 15 hält Bradl für machbar, wenn alles normal läuft: "Punkte sollten möglich sein. Das hoffe ich. Aber wie gesagt, die Konkurrenz ist stark und alles ist so eng beisammen, dass man keine Prognose abgeben kann. Wenn es gut läuft, dann kann es mich auch nach vorne spülen, aber auf der anderen Seite kann man auch zurückfallen. Wenn es normal läuft, sollten Punkte drin sein. Das ist mein Anspruch, dieses Level habe ich auch und will es diesmal ins Ziel bringen."

Stefan Bradl, HRC Honda Team

Stefan Bradl, HRC Honda Team

Foto: Gold and Goose / LAT Images

Auf dem Sachsenring verpasste Bradl mit der 2017er-Honda um vier Sekunden die Punkteränge. In Brünn zeigte er in den Trainings konkurrenzfähige Rundenzeiten. Nun will er in Misano die nächste Steigerung zeigen, nachdem er nun wieder etwas mehr Erfahrung mit der aktuellen RC213V gesammelt hat: "Klar, ich will eine gute Performance abliefern. Was dabei rauskommt, werden wir sehen." Denn das Level in der MotoGP ist derzeit extrem hoch, vor allem bei der Zeitenjagd in den Trainings.

"Es ist hier eine winklige, enge Strecke. Deshalb werden die Zeitabstände super eng sein, das Level ist sehr hoch. Dann kommt es nur auf Hundertstelsekunden an", betont Bradl, der die Situation aber entspannt sieht: "Ich habe einen guten Vergleich mit Pirro, der hier drei Tage getestet hat. Man darf aber auch nicht mit Gewalt etwas versuchen. In Brünn ist mir in der ersten Runde ein Fehler unterlaufen. Das versuche ich hier natürlich zu vermeiden und etwas zaghafter zu Werke zu gehen."

Ein umfangreiches Testprogramm für HRC steht an diesem Rennwochenende nicht am Programm, sondern nur Detailarbeit: "Als HRC-Testfahrer gibt es immer Sachen, die wir ausprobieren. Aber zu Details kann ich natürlich keine Stellung nehmen. Hier werde ich das 2018er-Motorrad einsetzen und mich auf das Rennwochenende konzentrieren. Dann sehen wir, wie wir performen. Montag und Dienstag gibt es dann auch Testtage. Jetzt bereite ich mich ganz normal aufs Rennwochenende vor. Bezüglich Testteilen wird nicht so viel auf mich zukommen."

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Rennserie MotoGP
Event San Marino GP
Fahrer Stefan Bradl
Autor Gerald Dirnbeck
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