Superbike-WM in Portimao: Jonathan Rea macht das Doppel perfekt

geteilte inhalte
kommentare
Superbike-WM in Portimao: Jonathan Rea macht das Doppel perfekt
Autor: Gerald Dirnbeck
16.09.2018, 15:29

Superbike-Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) gewinnt auch das zweite Rennen in Portimao. Chaz Davies (Ducati) kann nur in der ersten Rennhälfte Gegenwehr leisten.

Nach Laguna Seca (USA) und Misano (Italien) gewann Jonathan Rea auch in Portimao (Portugal) beide Rennen der Superbike-WM. Damit ist der Kawasaki-Werksfahrer seit Anfang Juni ungeschlagen. Im zweiten Lauf auf der Berg- und Talbahn an der Algarve fuhren wieder Michael van der Mark (Ducati) und Marco Melandri (Ducati) auf das Podest. Die beiden tauschten aber die Plätze. Am Sonntag war van der Mark Zweiter und Melandri Dritter.

Weiterlesen:

Von Startplatz neun hatte Rea deutlich mehr Arbeit als am Vortag. Trotzdem war der amtierende Weltmeister schon nach der ersten Runde Dritter. Mit seinem Teamkollegen Tom Sykes machte Rea kurzen Prozess. In der Folge entwickelte sich ein Duell mit Chaz Davies (Ducati) um die Führung. Rea attackierte mehrmals, aber Davies konnte immer zurückkämpfen. In Runde 12, kurz nach Rennhalbzeit, zog Rea schließlich in Kurve 11 ein Überholmanöver durch.

Ergebnis 2. Rennen in Portimao

Von da weg baute sich der Nordire einen kleinen Vorsprung auf, den er bis ins Ziel halten konnte, obwohl van der Mark in der Schlussphase deutlich näherkam. "Ich habe versucht Johnny einzuholen, aber er war etwas schneller", sagt der Niederländer zu seinen Bemühungen. Eine knappe Sekunde fehlte ihm nach 20 Runden auf den Sieg.

Erfolge machen Jonathan Rea sprachlos

Schon 2015 und 2017 hatte Rea beide Rennen in Portimao gewonnen. Nach seinem zwölften Saisonsieg hat der 31-Jährige nun schon 116 WM-Punkte Vorsprung. "Ich habe keine Worte dafür", zeigt sich Rea im Parc Ferme sprachlos. "Ich bedanke mich beim Team für ihre Unterstützung. Hier wieder beide Rennen zu gewinnen, ist unglaublich. Ich habe Glück, dass ich in dieser privilegierten Position bin. Ich hoffe, dass ich so lange wie möglich auf dieser Welle reiten kann."

Michael van der Mark, Pata Yamaha

Michael van der Mark, Pata Yamaha

Foto: Gold and Goose / LAT Images

Van der Mark stand nach Platz drei am Samstag nun als Zweiter bei der Siegerehrung. "Es war ein seltsames Wochenende", beginnt er sein Fazit. "Am Freitag sah es nicht danach aus, dass wir die Pace haben. Gestern hatte ich mit dem dritten Platz Glück. Wir haben für heute einiges am Motorrad verändert, damit es bei diesem heißen Temperaturen besser funktioniert. Ich habe Schritt für Schritt meinen Weg an die Spitze gemacht. Mit diesen beiden Podestplätzen bin ich sehr zufrieden."

Melandri im Ziel wieder bester Ducati-Fahrer

Und auch Melandri holte als Dritter seinen zweiten Podestplatz an diesem Wochenende. Rea war für den Italiener nicht zu knacken. "Es war schwierig, weil die Strecke etwas rutschiger war als gestern. Als ich Chaz überholt habe, habe ich ein paar Fehler gemacht. Dadurch kam Michael vorbei. Er hat keine Fehler gemacht. Deswegen ist Platz drei ist heute das beste Ergebnis." Was Melandri im nächsten Jahr machen wird, verriet er am Portimao-Wochenende nicht.

Marco Melandri, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team

Marco Melandri, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team

Foto: Gold and Goose / LAT Images

Davies, dessen Sommerpause von Verletzungen geprägt war, fiel in der zweiten Rennhälfte zurück und kam in den letzten Runden unter Druck von Sykes. Aber Davies behielt hauchdünn die Oberhand und fuhr als Vierter über die Ziellinie. Hinter dem fünftplatzierten Sykes folgten die beiden Milwaukee-Aprilia von Lorenzo Savadori und Eugene Laverty. Die Top 10 rundeten Michael Ruben Rinaldi (Ducati), Loris Baz (Althea-BMW) und Xavi Fores (Barni-Ducati) ab.

Das nächste Rennwochenende findet vom 28. bis 30. September in Magny-Cours (Frankreich) statt. Dort hat Rea bereits den ersten Matchball für seinen fünften WM-Titel in Folge.

 
Nächster Superbike-WM Artikel
Superbike-WM in Portimao: Jonathan Rea cruist zum 65. Sieg

Previous article

Superbike-WM in Portimao: Jonathan Rea cruist zum 65. Sieg

Next article

Dorna-Sportdirektor: Rea "nicht der charismatischste Typ"

Dorna-Sportdirektor: Rea "nicht der charismatischste Typ"
Kommentare laden