Ferrari stellt klar: Leclerc und Sainz zumindest zu Beginn gleichberechtigt

Carlos Sainz muss sich nach seinem ersten Tag in roter Ferrari-Kleidung keine Sorgen machen, dass er die Formel-1-Saison 2021 als Nummer 2 beginnen könnte

Ferrari stellt klar: Leclerc und Sainz zumindest zu Beginn gleichberechtigt

Carlos Sainz muss sich offenbar keine Sorgen machen, bei Ferrari als Nummer 2 hinter Charles Leclerc behandelt zu werden: "Im Vertrag steht nichts davon, dass Charles der Teamleader ist", stellt Teamchef Mattia Binotto klar. Sainz und Leclerc dürfen "frei gegeneinander fahren", unterstreicht er, und sie werden "gleiche Voraussetzungen" haben, "zumindest am Saisonbeginn".

Oberste Priorität haben aus Ferrari-Sicht immer die Interessen des Teams, sprich maximale Punkte für die Konstrukteurs-WM. "Kann sein, dass es in manchen Rennen dann wichtig ist, dass die beiden Teamentscheidungen akzeptieren, um die Interessen des Teams voll auszuschöpfen", sagt Binotto. Das liege aber normalerweise ohnehin auch im Interesse der Fahrer.

Ein Beispiel für eine solche Situation könnte sein, wenn ein Fahrer mit frischeren Reifen auf seinen Teamkollegen aufläuft und dieser dann gebeten wird, ihn durchzulassen. Weil ein unnötiger Zweikampf zwischen den Teamkollegen die Chancen des Teams insgesamt reduzieren würde.

Eine klassische Stallorder ohne eine solche Sondersituation ist aber nicht angedacht. Erst später in der Saison könnte das theoretisch ein Thema werden, sagt Binotto, "wenn ein Fahrer schon einen klaren Vorsprung auf den anderen hat und noch ein Ziel erreichen kann, das der andere vielleicht nicht mehr erreichen kann".

Oder, anders ausgedrückt: Wenn nur noch ein Fahrer Chancen auf den WM-Titel hat, könnte der andere gebeten werden, sich in den Dienst des Teamkollegen zu stellen. Das kann aber erstens Leclerc genauso treffen wie Sainz, und zweitens müsse das "immer im Sinne des Teams", passieren: "Die Punkte für das Team zu maximieren hat oberste Priorität", sagt Binotto.

Sainz hatte indes am Freitag seinen ersten offiziellen Arbeitstag in der Gestione Sportiva in Maranello. Bei einem Rundgang wurde ihm die legendäre Fabrik gezeigt, später fanden erste Meetings mit den Ingenieuren statt.

"Es ist mein erstes Mal in Rot", schwärmt er. Das sei ein "ganz besonderer" Anlass: "Es ist generell ein spezieller Tag für mich. Einer, den ich nie vergessen werde. Ich bin bereit, und ich bin heute schon voll motiviert und freue mich auf diese Herausforderung."

"Jetzt kommt erstmal Weihnachten und ein bisschen Urlaub, um abzuschalten und sicherzustellen, dass wir unsere Batterien so schnell wie möglich aufladen", sagt Sainz. "Aber ich werde sicher schon Anfang Januar wieder hier sein, um zu pushen und dem Team dabei zu helfen, so schnell wie möglich in die richtige Richtung zu marschieren."

"Ich kann es ehrlich gesagt kaum noch erwarten. Ich hatte heute schon meine ersten Meetings, meinen ersten Rundgang durch die Fabrik. Das ist ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde", so der 26-jährige Spanier.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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