"Mehr Rennfahrer": Qualifying größte Herausforderung für Antonio Giovinazzi

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Co-Autor: Roberto Chinchero
01.03.2019, 10:18

Antonio Giovinazzi sieht seine Stärken eher im Rennen als im Qualifying - Vor allem die weichen Pirelli-Reifen machen dem Rookie aktuell noch Schwierigkeiten

Ein unbeschriebenes Blatt ist Antonio Giovinazzi in der Formel 1 nicht mehr. Bereits 2017 sprang der Italiener bei Sauber in den ersten beiden Saisonrennen für den verletzten Pascal Wehrlein ein, anschließend war er Testfahrer für die Truppe aus Hinwil und auch für Haas. 2019 wird er für Alfa Romeo seine erste komplette Formel-1-Saison bestreiten. Und er selbst sieht vor allem in einem Bereich noch Luft noch oben.

"Ich war schon immer mehr Rennfahrer als Qualifikationsfahrer", verrät der 25-Jährige, für den bei seinem persönlich letzten Testtag in diesem Winter am Donnerstag unter anderem zwei Runs auf der weichsten Reifenmischung (C5) auf dem Programm standen. Wirklich rund liefen die für ihn allerdings nicht. "Ich habe die Runde nie zusammengebracht", ärgert sich Giovinazzi.

"Ich hatte diese Mischungen in der letzten Woche nicht ausprobiert und war etwas im Dunkeln. Ich hatte zwei Runs und machte im zweiten einen kleinen Fehler", berichtet er und ergänzt: "Ich hatte die weicheren Reifen schon lange Zeit nicht mehr getestet, daher hatte ich leichte Probleme." Am Ende des Tages belegte er nur den achten Platz in der Zeitenliste, auf die Bestzeit von Charles Leclerc fehlten 1,408 Sekunden.

Giovinazzi gesteht, dass ihm aktuell noch die nötige Erfahrung mit den Formel-1-Reifen fehlt - vor allem mit den weicheren. Mit der weichsten Mischung kam er in Barcelona deswegen überhaupt nicht klar. "Das ist ein Teil des Problems, denn ich denke nicht, dass der C5-Reifen der richtige für diese Strecke ist", erklärt er und verrät: "Wenn man ihn im ersten Sektor zu hart rannimmt, dann ist in den letzten Kurven nichts mehr übrig."

"Viel glücklicher" mit den Longruns

Genau solche Dinge müsse er als Rookie noch lernen. Das richtige Management der Pneus könne am Ende einen "großen Unterschied" ausmachen. Am Freitag möchte er nun seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen ganz genau zuschauen, um zu sehen, "was er anders macht als ich." Außerdem müsse er einfach eigene Praxiserfahrung an den Rennwochenenden sammeln.

Mit seinen Longruns ist Giovinazzi dagegen "viel glücklicher", wie er selbst sagt. Und auch insgesamt sei es eine produktive zweite Testwoche gewesen. "Wir haben verschiedene Programme ausprobiert. Wir haben einige Dinge am Auto getestet, die nicht so gut funktioniert haben - andere brachten dafür eine Verbesserung", berichtet er und ergänzt: "Jetzt wissen wir, was funktioniert und was nicht."

"Auch wenn heute kein leichter Tag war, haben wir das Programm, das das Team zusammengestellt hatte, am Ende erledigt", berichtet der Italiener, der "zufrieden" mit der erledigten Arbeit ist. Er selbst fühle sich gut auf das erste Rennen in Melbourne vorbereitet. Wo Alfa Romeo sich genau einsortieren wird, weiß er allerdings noch nicht. "Es gibt noch kein klares Bild", zuckt er die Schultern.

"Wir wissen nicht, was die andere machen - unter welchen Voraussetzungen sie gefahren sind", erinnert er. Allzu große Sorgen macht er sich deswegen aber nicht. Er möchte "ruhig bleiben", und die Zeit bis zum Saisonauftakt gemeinsam mit dem Team nun zur Analyse nutzen. In der ersten Testwoche in Barcelona war Teamkollege Räikkönen die viertschnellste Gesamtzeit gefahren.

Mit Bildmaterial von Pacepix.com.

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Rennserie Formel 1
Autor Ruben Zimmermann
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