Honda-Test in Jerez: Lorenzo nimmt Fahrt auf, Puzzlespiel geht weiter

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Honda-Test in Jerez: Lorenzo nimmt Fahrt auf, Puzzlespiel geht weiter
Ruben Zimmermann
Autor: Ruben Zimmermann
Co-Autor: Jose Tamajón
29.11.2018, 10:12

Marc Marquez geht nicht ans Limit und fährt seine schnellste Runde auf dem alten Bike - Jorge Lorenzo arbeitet an seiner Sitzposition und testet einen neuen Tank

Die schnellsten Rundenzeiten überließen die Honda-Piloten beim Jerez-Test am Mittwoch anderen. Marc Marquez (+0,549) und sein neuer Teamkollege Jorge Lorenzo (+0,781) beendeten den ersten von zwei Testtagen auf den Positionen fünf und sieben. Im Fokus stand beim Werksteam der Japaner aber ohnehin nicht die Zeitenliste. Vielmehr arbeitete man weiter daran, das beste Paket für 2019 zusammenzustellen.

Bereits beim Test in Valencia sprach Teammanager Alberto Puig von einem "Puzzle". Und auch in Jerez testen Marquez und Lorenzo weiter die verschiedensten Teile an der RC213V. "Wir versuchen hier und da etwas. Es ist nicht so einfach, aber wir versuchen, die besten Optionen zu finden", erklärt Puig gegenüber 'MotoGP.com'. Ziel sei es, das Motorrad "in allen Bereichen" zu verbessern.

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Marc Marquez, Repsol Honda Team

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Marc Marquez, Repsol Honda Team, Jorge Lorenzo, Repsol Honda Team

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Jorge Lorenzo, Repsol Honda Team

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Aktuell ist noch völlig offen, wie das Motorrad für die Saison 2019 zusammengestellt sein wird. Zwar brachte Honda nach Valencia ein neues Chassis, einen neuen Motor und weitere neue Teile - und anderem eine neue Verkleidung - mit. Es könnte aber auch sein, dass das neue Bike am Ende eine Art "Hybrid" aus dem Motorrad von 2018 und dem Prototypen 2019 wird.

"Wir haben mit dem 2018er-Bike angefangen und sind dann auf das neue Motorrad gewechselt", berichtet Marquez und ergänzt: "Außerdem versuchen wir, etwas mit der Balance des Bikes zu spielen, und da sind wir auf einem guten Weg." Interessant: Seine persönlich schnellste Zeit setzte Marquez am Mittwoch auf dem 2018er-Bike. Das sei aber keinesfalls ein Trend.

Ab Donnerstag Fokus auf 2019er-Bike

"Mit dem 19er habe ich mich noch etwas besser gefühlt", betont er. Daher soll der Fokus am Donnerstag auch mehr auf dem neuen Motorrad liegen. "Der größte Unterschied ist der Motor. Das Chassis ist sehr ähnlich", verrät Marquez. Das bedeutet aber auch eine Menge Arbeit beim Feintuning, denn: "Wenn man einen neuen Motor bekommt, dann muss man auch die Elektronik an den Charakter des Motors anpassen. Daran arbeiten wir."

 

Ans absolute Limit ging Marquez in Jerez bisher nicht - und das aus gutem Grund. Aktuell steht ihm nämlich nur ein Prototyp des 2019er-Motorrads zur Verfügung. "Das limitiert einen sehr", sagt er und erklärt: "Man kann kein Risiko eingehen, denn wann man stürzt, dann verliert man direkt den ganzen Tag." Daher gehe es für ihn einfach darum, viel zu fahren und möglichst viele Informationen zu sammeln.

"Wir haben uns noch nicht auf die Details am Set-up konzentriert", verrät der Weltmeister außerdem. Weil man so viele verschiedene Teile und Kombinationen testet, bleibt dafür aktuell schlicht keine Zeit. Keinen Fortschritt gab es auch bei der Arbeit mit der weichsten Reifenmischungen von Michelin. "Ich habe es versucht, aber heute hat es nicht funktioniert", berichtet der Spanier.

Neuer Tank für Lorenzo

In der Vergangenheit musste Marquez häufig die härteste Reifenmischung fahren, weil seine RC213V es ihm nicht erlaubte, die weiche Mischung zu verwenden. Das war auch in Jerez wieder so. Bei niedrigen Temperaturen am Vormittag sei es zwar noch okay gewesen, aber gegen Mittag habe er sofort wieder eine härtere Mischung aufziehen müssen. Immerhin: Das Problem sei nicht mehr ganz so "kritisch" wie zuvor.

 

Teamkollege Lorenzo darf sich weiterhin nicht selbst äußern. Der Neuzugang darf mit den Medien erst 2019 über seine Eindrücke sprechen. Marquez verrät jedoch, dass Lorenzo ebenfalls bereits mit einem neuen Motorrad unterwegs war und verschiedene Dinge getestet hat. Er will den Test also nicht nur nutzen, um sich von der Ducati auf die Honda umzustellen. Er ist bereits voll ins Testprogramm involviert.

So arbeitete der Ex-Champion unter anderem an seiner Sitzposition und probierte einen neuen Tank aus aus - ein Detail, das bereits zu Ducati-Zeiten entscheidend für seine Performance war. Außerdem drehte er auf der Strecke einige Runden zusammen mit Marquez. "Das war nicht geplant", verrät der Weltmeister jedoch bei 'MotoGP.com' und berichtet: "Wir sind ein oder zwei Runden zusammen gefahren, aber wir haben nicht gepusht."

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